Berliner Morgenpost | 24.02.2025, 12:06 Uhr, online, von Sebastian Struwe
Allen Unkenrufen zum Trotz hat es bei der Bundestagswahl 2025 für die grüne Direktkandidatin Julia Schneider in Pankow gereicht. Und es wurde gar nicht mal so knapp. Mit 25,8 Prozent der Erststimmen konnte die Abgeordnete jede vierte Erststimme auf sich vereinen und zieht für den Wahlkreis in den Bundestag ein. Schneider schneidet dabei nur einen Prozentpunkt schlechter ab als ihr Vorgänger Stefan Gelbhaar bei der vergangenen Wahl. Nicht zuletzt wegen der jüngsten Affäre um eben diesen und den daraus für den Pankower Kreisverband resultierenden Turbulenzen, war unklar, ob und wie sehr Grün bei der Erststimme abgestraft werden würde. […] „Ich freue mich über das Ergebnis im Wahlkreis Pankow und bin froh, dass wir das bündnisgrüne Direktmandat hier verteidigen konnten“, äußert sich Julia Schneider gegenüber Morgenpost. Sie sehe das Mandat als „Auftrag, alle Menschen in Pankow zu vertreten und gemeinsam demokratische Mehrheiten zu sichern“. Nun müsste gemeinsam mit den demokratischen Parteien an konkreten Lösungen gearbeitet und die Sorgen der Pankower ernst genommen werden. „Mieten müssen bezahlbar sein und wir müssen Armut bekämpfen, unsere Kieze müssen wir hitzefest machen und wir müssen investieren, um unsere Unternehmen und unsere Infrastruktur klimagerecht zu modernisieren“, so Schneider.