Soziale Gerechtigkeit ist die Grundlage für ein gutes Leben. Wir wollen, dass in Pankow alle Menschen gesund leben können, sich sicher fühlen und Unterstützung erhalten, wenn sie sie brauchen. Lebensqualität entsteht dort, wo soziale Sicherheit, gute Infrastruktur und Zusammenhalt zusammenkommen – im Kiez, im Alltag, im Miteinander. Unser Ziel ist ein Pankow, das niemanden zurücklässt. Ein Bezirk, der vorbeugend unterstützt und der soziale, gesundheitliche und wirtschaftliche Herausforderungen und Lösungen gemeinsam denkt.
1) Gesundheit und Pflege: Gute Versorgung für alle
Pankow hat eine hohe Lebenserwartung und vergleichsweise wenig Armut und Kriminalität. Gleichzeitig wissen wir, dass Chancen ungleich verteilt sind. In Buch, Weißensee und Teilen des Prenzlauer Bergs sind Armut, Belastungen für Alleinerziehende sowie psychische Erkrankungen häufiger als andernorts. Viele Menschen warten zu lange auf Therapieplätze, ambulante Angebote fehlen und Abhängigkeitserkrankungen nehmen zu. Angehörige – überwiegend Frauen – pflegen oft unbezahlt und unter hoher Belastung, während die Zahl pflegebedürftiger Menschen weiter steigt. Viele Haushalte mit Pflegebedürftigen geraten durch hohe zusätzliche Ausgaben und die oft schlechte Vereinbarkeit von Pflege und Beruf in die Armutsfalle. Schutz- und Unterstützungsangebote erreichen nicht alle: Besonders Menschen mit Behinderungen, Migrationsgeschichte und ohne festen Wohnsitz fallen zu oft durchs Raster. Gesundheit, Teilhabe und Sicherheit hängen auch hier noch zu oft vom Einkommen, vom Wohnort oder vom familiären Hintergrund ab. Das wollen wir verändern.
Gesundheit ist ein Recht
Wir wollen, dass alle Menschen in Pankow gleichberechtigt guten Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Ein leistungsfähiges Gesundheitsamt sichert die Grundversorgung im Bezirk und reagiert flexibel auf neue Herausforderungen. Wir wollen den Gesundheitsstandort Berlin-Buch zu einem starken Motor für den Ortsteil und für ganz Pankow weiterentwickeln. In enger Zusammenarbeit mit den ansässigen Unternehmen, Ausbildungsstätten, Trägern und Verbänden stärken wir Ausbildung, Versorgung und Innovation im Gesundheitsbereich. Durch den langfristigen Aufbau einer Gesundheitskonferenz gemeinsam mit Kassen, Trägern und Zivilgesellschaft entwickeln wir langfristige Konzepte zur besseren Prävention, Versorgung, Pflege und zum Hitzeschutz in Pankow.
Prävention beginnt früh. Wir stärken Bewegung, gesunde Ernährung und verlässliche Unterstützung für Kinder und Familien. Psychische Gesundheit nehmen wir ebenso ernst wie die zunehmenden Belastungen durch Klimakrise und Hitze. Deshalb bauen wir wohnortnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote aus und verankern sie stärker in Familienzentren und im Sozialraum. Durch die Einrichtung einer Koordinierungsstelle Psychische Gesundheit vernetzen wir Schulen, Jugendhilfe, kinder- und jugendpsychiatrischen Dienst, freie Träger und Familienzentren untereinander, um wohnortnahe Angebote zu realisieren und Prävention zu fördern. Auch im Bereich der Abhängigkeitserkrankungen setzen wir auf frühe Hilfen. Ergänzend setzen wir eine mobile Suchthilfe gezielt dort ein, wo der Bedarf besonders hoch ist – etwa am Helmholtzplatz, am Arnimplatz oder in Buch.
Der Pflegebereich steht vor großen strukturellen Herausforderungen: Ambulante und stationäre Angebote stoßen an ihre Grenzen, während überwiegend Angehörige unter hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Belastungen pflegen und zugleich der Anteil pflegebedürftiger Frauen weiter steigt. Um dieser Entwicklung zu begegnen, braucht es eine koordinierte, quartiersnahe Pflegeinfrastruktur mit mehr Tages-, Kurzzeit- und ambulanten Angeboten, einer besseren digitalen Vernetzung sowie einer stärkeren Verzahnung von Teilhabe, Nachbarschaft und altersgerechtem Wohnen. Pflege, altersgerechtes Wohnen und Nachbarschaft denken wir gemeinsam, um Selbstständigkeit zu fördern und Angehörige zu entlasten. Wir wollen deshalb die bestehenden Pflegestützpunkte ausbauen, weitere Außensprechstunden unterstützen und möglichst einen vierten Pflegestützpunkt errichten, um eine wohnortnahe Beratung in ganz Pankow zu ermöglichen.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz und der Gesundheit von Frauen, queeren Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie Menschen ohne festen Wohnsitz. Frauengesundheit und Schutz vor Gewalt sichern wir durch eine bessere Ausstattung der Koordinierungsstelle zur Umsetzung der Istanbul-Konvention im Bezirksamt, die wir dort eingerichtet haben. Queere Gesundheit stärken wir durch mobile, niedrigschwellige und anonyme Testangebote für sexuell übertragbare Infektionen und durch die feste Integration von LGBTQ+-Angeboten in Nachbarschafts- und Familienzentren. Mehrsprachige Fachkräfte senken zusätzlich Hürden und schaffen Vertrauen für Menschen nicht-deutscher Herkunftssprache. So entsteht ein Pankow, das schützt, stärkt und niemanden zurücklässt.
Das wollen wir für Pankow:
- Gesundheitskonferenz aufbauen: Auf einer Gesundheitskonferenz soll der Bezirk gemeinsam mit Kassen, Trägern und Zivilgesellschaft Ideen und Konzepte für Prävention, Versorgung, Pflege und Hitzeschutz in Pankow entwickeln.
- Koordinierungsstelle Psychische Gesundheit einrichten: Durch eine Koordinierungsstelle Psychische Gesundheit sollen wichtige Akteure untereinander vernetzt werden, um wohnortnahe Angebote für psychische Gesundheit und Prävention zu fördern.
- Pflegestützpunkte personell aufstocken: Durch den Ausbau der bestehenden Pflegestützpunkte und die Einrichtung eines vierten Pflegestützpunkts in Pankow stärken wir die wohnortnahe Pflege.
2) Älterwerden in Pankow: Vielfältig und selbstbestimmt
Wir wollen, dass Pankow überall altersfreundlich ist. Bezahlbarer barrierearmer Wohnraum, ausreichend Grünflächen mit Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, sichere Gehwege und ein guter öffentlicher Nahverkehr verbessern den Alltag aller Menschen. Die Zahl älterer Menschen wächst stark, während Angebote regional ungleich verteilt sind. Wir brauchen Anlaufpunkte für Beratung und Teilhabe sowie Orte der Begegnung. Viele Angebote sind vorhanden, aber oft schwer auffindbar oder nicht ausreichend miteinander vernetzt. Bestehende Informationsangebote wollen wir deshalb bündeln und Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Initiativen, Träger und bezirklicher Stellen stärken.
Einsamkeit und Altersarmut sind auch in Pankow Realität – oft verdeckt, aber mit spürbaren Folgen für Gesundheit und Teilhabe. Deshalb wollen wir das Projekt „Bewegung in Pankow“ weiter fördern, ein Bewegungsprogramm für Menschen ab 65 Jahren, und haben sogenannte Plauderbänke im Bezirk eingerichtet, die besonders am Weißen See sehr gut angenommen werden.
Der Bezirk Pankow ist außerdem dem Netzwerk der altersfreundlichen Städte und Gemeinden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beigetreten („Global Network for Age-friendly Cities and Communities“). Das wollen wir mit konkretem Handeln füllen: mit einem bezirklichen Aktionsplan Altersfreundlichkeit auf Grundlage des Berichts „Gemeinsam älter werden in Pankow“, der bestehende Maßnahmen bündelt und priorisiert sowie neue entwickelt.
Erfahrung, Engagement und Zusammenhalt
Ältere Menschen sind so vielfältig wie alle anderen: fit oder unterstützungsbedürftig, arm oder wohlhabend, queer oder hetero, zugezogen oder alteingesessen. Viele sind heute gesünder und besser gebildet als frühere Generationen und wollen sich einbringen. Wir sehen das als Gewinn für Pankow.
Selbstbestimmt älter werden heißt, im vertrauten Kiez bleiben zu können – mit bezahlbarem Wohnraum und kurzen Wegen zu den Bedarfen des täglichen Lebens. Der Erhalt von Begegnungsstätten spielt dabei eine zentrale Rolle. Deshalb sorgen wir für Ersatz und neue Angebote dort, wo Freizeitstätten weggefallen sind, etwa in der Grellstraße. So schaffen wir Orte der Begegnung, die Einsamkeit vorbeugen und Teilhabe ermöglichen.
Das wollen wir für Pankow:
- Bezirklichen Aktionsplan Altersfreundlichkeit aufstellen: Nach dem Beitritt zum Netzwerk der altersfreundlichen Städte und Gemeinden entwickeln wir einen Aktionsplan, um Pankow altersfreundlich zu gestalten.
3) Soziale Sicherheit für Pankow: Solidarisch, bezahlbar und inklusiv
Bevölkerungswachstum, steigende Mieten, Wohnungslosigkeit und verdeckte Armut betreffen immer mehr Menschen. Besonders einkommensarme Haushalte, Alleinerziehende, Familien, ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen sowie queere und migrantische Gemeinschaften sind von diesen sozialen Herausforderungen betroffen. Barrierefreiheit und inklusive Beteiligung sind noch keine Selbstverständlichkeit. Einsamkeit und Ausgrenzung gefährden den sozialen Zusammenhalt und das Miteinander in den Kiezen. Wir wollen, dass Pankow ein Bezirk ist, der soziale Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen gewährleistet und eine Sozialpolitik verfolgt, die Armut verhindert.
Ein solidarisches, inklusives und sozial gerechtes Pankow
Zentral hierfür sind handlungsfähige Sozialämter. Berlinweit stehen sie seit Jahren unter Druck, weil notwendige landesweite Strukturreformen zu spät umgesetzt wurden. Auch das Sozialamt Pankow war davon betroffen. Noch als Sozialstadträtin hat die heutige Bürgermeisterin zu Zeiten der Corona-Pandemie und zu Beginn des russischen Angriffskrieges die Voraussetzungen geschaffen, um das Sozialamt wieder dauerhaft handlungsfähig zu machen. Diese Maßnahmen wirken: Rückstände werden schrittweise abgebaut, neue Strukturen greifen und das Sozialamt Pankow entwickelt sich wieder zu einem verlässlichen Partner für Menschen in Not sowie für Träger und Unternehmen.
Um aus dem Sozialbericht für Pankow zielgerichtet Maßnahmen abzuleiten, soll mindestens eine Personalstelle im Sozialamt zusätzlich entstehen. Die Daten sollen zur Armutsbekämpfung, Schwerpunktsetzung und Steuerung von Präventionsprojekten insbesondere für Risikogruppen wie Kinder, FLINTA*-Personen, chronisch Kranke oder ältere Menschen verwendet werden. Wir berufen auch eine Armutskonferenz ein, um bezirkliche Handlungsschwerpunkte zu schärfen und notwendige Maßnahmen zu entwickeln. Eine neue Koordinierungsstelle im Sozialamt soll Strategien gegen Einsamkeit für Menschen jeden Alters entwickeln, insbesondere für Ältere, Menschen mit Behinderung und weitere marginalisierte Gruppen. Bis 2035 wollen wir Pankow außerdem zu einem inklusiven Bezirk ausbauen, indem wir Barrierefreiheit und Inklusion zu verbindlichen Standards in Verwaltung, Stadtentwicklung und Beteiligung machen.
Wir wollen außerdem eine ständige interdisziplinäre Arbeitsgruppe aus Jugend-, Sozial-, Gesundheits- sowie Schul- und Sportamt einrichten, die gemeinsam Präventionsziele und Berichtsziele festlegen. Damit werden Doppelstrukturen vermieden, Hilfe wird schneller und Zusammenarbeit besser ermöglicht.
Zur Bewältigung von Obdach- und Wohnungslosigkeit im Bezirk wollen wir die bezirkliche Steuerungsstelle zur Prävention und Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit stärken und alle relevanten Akteure wie Sozialämter, Beratungsstellen, Träger und Stadtteilzentren in einem bezirklichen Netzwerkforum zusammenbringen. Um Betroffene auch im Alltag zu entlasten, setzen wir uns außerdem für die Errichtung von Schließfächern für Obdachlose ein. Wir setzen uns für die weitere Förderung und Entwicklung eines Housing-First-Ansatzes im Bezirk Pankow ein, um Wohnungslosigkeit nachhaltig zu überwinden. Jeder Mensch soll unabhängig von seiner aktuellen Lebenslage zuerst eine eigene Wohnung erhalten – als stabile Grundlage für soziale Integration, gesundheitliche Stabilisierung und berufliche Perspektiven. Studien zeigen, dass dieser Ansatz nicht nur menschlich geboten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist: Durch die Vermeidung von Notunterkünften, Klinikaufenthalten und ordnungsrechtlichen Maßnahmen werden langfristig erhebliche Kosten in der sozialen und medizinischen Betreuung eingespart.
Das wollen wir für Pankow:
- Pankow wird inklusiver Bezirk bis 2035: In allen öffentlichen Einrichtungen, bei allen bezirklichen Angeboten sowie bei Neubau- und Sanierungsvorhaben soll Barrierefreiheit der verbindliche Standard sein, orientiert an der UN-Behindertenrechtskonvention.
- Umfassenden Sozialbericht für Pankow ermöglichen und Armut bekämpfen: Mindestens eine weitere Stelle soll entstehen, um zielgerichtet Maßnahmen zur Armutsbekämpfung im Bezirk zu entwickeln. Auch eine bezirkliche Armutskonferenz soll einberufen werden.
- Entwicklung einer bezirklichen Strategie gegen Einsamkeit: Eine neue Koordinierungsstelle im Sozialamt soll eine Strategie gegen Einsamkeit im Bezirk entwickeln.
4) Wirtschaft und soziale Arbeit in Pankow: Stark vor Ort, fair und zukunftsfähig
Pankow ist ein wachsender Bezirk mit hoher Wirtschaftskraft. Die Auszeichnung Pankows als „Fairtrade-Town“ im Jahr 2025 zeigt, dass wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung zusammengehören.
Soziale Unternehmen tragen besonders zur Wirtschaftskraft bei, auch in Pankow. Das zeigt die erste bezirkliche Studie zum „Social Return on Investment“ (SROI), die auf Initiative unserer Bezirksbürgermeisterin hin umgesetzt wurde. Die Studie hat gezeigt: Von jedem Euro, der als Zuwendung in die soziale Arbeit gezahlt wird, fließen bereits im ersten Jahr 51 Cent wieder an den Staat zurück.
Pankow ist ein Ort solidarischen Wirtschaftens und er soll darin auch in Zukunft gestärkt werden. Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Trägern und Unternehmen im Bereich der solidarischen Arbeit ausbauen und gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden die soziale Arbeit unterstützen.
Die Möglichkeiten der Landeshaushaltsordnung schöpfen wir aus, um Stabilität und Verlässlichkeit für Zuwendungsempfänger*innen zu erreichen. Dazu gehört auch die Evaluation von Projekten und damit einhergehend eine klare Bedarfsermittlung sowie eine wirkungsorientierte Ausrichtung der geförderten Maßnahmen.
Arbeiten und Wirtschaften, das zum Leben passt
Die Wirtschaftsstruktur Pankows ist geprägt von vielen kleinen und mittleren Unternehmen: Drei von vier Unternehmen haben weniger als fünf Mitarbeitende. Das schafft wohnortnahe Arbeitsplätze und kurze Wege. Insbesondere kleine Betriebe sind abhängig von guter Infrastruktur, einer verlässlichen Verwaltung und fairen Rahmenbedingungen.
Die Wirtschaftsförderung Pankow ist eine verlässliche Ansprechpartnerin für ansässige Unternehmen. Sie unterstützt Unternehmen effektiv in ihrem Ansiedelungsprozess, bei der Verbesserung von Rahmenbedingungen und bei ihren Anliegen mit anderen Ämtern des Bezirksamtes.
Neben ihrem Fokus auf sozialen Unternehmen und sozialer Arbeit in Pankow soll die Wirtschaftsförderung den Tourismus in Pankow verstärkt fördern. Die Geschichte Pankows, seine traditionell bedeutende und große Kulturlandschaft und der Aktivtourismus machen Städtereisen nach Berlin zusätzlich attraktiv. In Zusammenarbeit mit dem Tourist Information Center (tic) und den Tourismusvereinen Pankows kann im Bereich der Übernachtungen und des damit einhergehenden Konsums ein Mehrwert für unseren Bezirk geschaffen werden.
Wir wollen die Wirtschaftsförderung durch eine weitere Stelle stärken. Diese soll sich um die Unterstützung von Geschäftsstraßen und die Tourismusförderung in Pankow kümmern.
Zukunftsbranchen wie Gesundheit, Biotechnologie, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion wollen wir stärken. Gewerbeflächen werden vorausschauend gesichert und entwickelt, Unternehmen frühzeitig einbezogen: Auf dem Campus Berlin-Buch befindet sich Europas größter Biotech-Standort. Dieser soll strategisch weiterentwickelt werden, etwa indem die in Buch befindlichen Gewerbegebiete den Campus ergänzen. Aus dem ausstehenden Verkehrsentwicklungsplan Nord-Ost-Raum der Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr müssen Maßnahmen zu einer deutlichen Verbesserung des ÖPNV entwickelt werden.
Das Gewerbegebiet Stener Berg benötigt ebenfalls eine verkehrliche Entwicklung, für die wir mit Brandenburg und der Nachbargemeinde Panketal den Kontakt intensivieren wollen. Entsprechend der vom Bezirk entwickelten Machbarkeitsstudie zum Standort Buchholz-Nord favorisieren wir einen Erneuerbare-Energien-Park mit Windrädern, Agri-Photovoltaik-Anlagen und weiteren Ergänzungen, die sowohl CO2-arm sind als auch wenig Verkehr verursachen. Wir bleiben dafür mit der planenden landeseigenen WISTA Management GmbH und den Senatsverwaltungen in engem Kontakt.
Wir verbessern die Aufenthaltsqualität von der Breiten Straße in Pankow bis zur Schönhauser Allee, indem der öffentliche Raum begrünt und Tempo 30 eingeführt wird. Wir setzen sichere Querungen und eine klare Trennung von Fuß-, Rad- und Lieferverkehr um, ermöglichen mehr Außengastronomie und kulturelle Aktionen im Freien und betreiben ein aktives Leerstandsmanagement für die Erdgeschosszonen.
Wir fördern wohnortnahe Reparaturangebote als Teil der Berliner Kreislaufwirtschaft, beispielsweise mit einer
bezirklichen Übersicht zu Reparaturangeboten oder indem öffentliche Räume für Reparaturcafés geöffnet werden. Wir unterstützen Ausbildungs- und Qualifizierungsprojekte im Bereich nachhaltigen Wirtschaftens durch Informationskampagnen oder niedrigschwellige Weiterbildungsangebote für Arbeitssuchende und arbeiten zusammen mit Schulen, Berufs- und Volkshochschulen, Stadtteilzentren und Handwerkskammern.
Das wollen wir für Pankow:
- Gewerbeflächen klug entwickeln und Arbeit im Bezirk halten: Gewerbeflächen wie den Campus Berlin-Buch und das Gewerbegebiet Stener Berg entwickeln wir strategisch weiter und denken dabei Verkehr, Logistik und Baustellenmanagement alltagstauglich und klimafreundlich mit.
- Lebendige Kieze fördern: Wir verbessern die Aufenthaltsqualität, ermöglichen mehr Außengastronomie und kulturelle Aktionen und reduzieren Leerstände in den Kiezen. Eine weitere Stelle in der Wirtschaftsförderung soll Geschäftsstraßen und Tourismus in Pankow stärken.
- Kreislaufwirtschaft und Reparatur vor Ort stärken: Wir unterstützen wohnortnahe Reparaturangebote, z. B. durch mehr Sichtbarkeit sowie Kooperationen mit Schulen, Jugend- und Familienzentren und Reparaturcafés in öffentlichen Räumen.
