Pankows Bevölkerung wächst weiter, die Zahl der Kinder, Jugendlichen und Familien steigt. Damit unser Bezirk für alle lebenswert bleibt, müssen Schulen, Bildungs-, Jugend- und Familienangebote sowie Sportstätten Schritt halten: mit genügend Plätzen, guter Ausstattung und sicheren Wegen.
In den letzten Jahren haben wir Bündnisgrüne im Bezirk konsequent dafür gearbeitet, dass Bildung als soziale Infrastruktur ernst genommen wird. Dazu gehört für uns eine Bildungslandschaft, die nicht an der Schultür endet, sondern durch sichere Schulwege, gut ausgestattete Jugendfreizeiteinrichtungen sowie Kooperationen mit außerschulischen Lernorten Kinder und Jugendliche ganzheitlich fördert und unterstützt. Wir haben die Jugendbeteiligung gestärkt, indem wir das Projekt Schüler*innenhaushalt nach Pankow geholt und finanziell abgesichert haben. Darüber hinaus konnten wir durch die Einrichtung von zwei neuen Jugendorten im Langhanskiez und die Sanierung der Skateranlage im Bürgerpark zusätzlichen Raum für Kinder und Jugendliche in Pankow bereitstellen. Auch Familien nehmen wir dabei in den Blick: Durch die Eröffnung von zwei neuen Familienzentren in der Parkstraße und im Mühlenkiez haben wir in der vergangenen Wahlperiode dafür gesorgt, dass Eltern die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.
Auch Sport ist ein wichtiges Element, das Menschen über soziale Grenzen hinweg miteinander verbindet. Durch die Einstellung eines Sportentwicklungsplaners haben wir dafür gesorgt, dass auch in der kommenden Wahlperiode die Sanierung und Entwicklung unserer sportlichen Infrastruktur konsequent vorangetrieben wird. Dabei arbeiten wir weiter eng mit dem Bezirkssportbund, den Pankower Vereinen und dem informellen Sport zusammen.
1) Schulbau und Sanierungen sinnvoll umsetzen
Schon heute weist Pankow einen gravierenden Mangel an Plätzen an weiterführenden Schulen auf, der sich durch den geplanten Wohnungsbau nur weiter verschärfen wird. Gleichzeitig verzögern sich Sanierungen und Neubauten, Mittel fließen zu langsam ab und geplante Investitionen werden gekürzt oder gestrichen. Noch immer sind zu viele Schulwege in Pankow nicht gesichert und Kinder spielen im Sommer auf viel zu heißen Schulhöfen.
Deshalb wollen wir Schulplatzschaffung, Schulbau, Sanierung und Klimaanpassung konsequent zusammen denken: mit mehr Tempo, Anwendung des sogenannten Bau-Turbo, Anmietung und Umgestaltung leerstehender Gebäude für die schulische Nutzung, verlässlichen Standards sowie Investitionen, die langfristig wirken. Wir setzen uns für Schulgebäude ein, die flexibel auf wechselnde Bedarfe reagieren können, statt schon nach wenigen Jahren wieder an Grenzen zu stoßen. Deshalb setzen wir auf vorausschauende Planung mit modularen Strukturen, umnutzbaren Räumen und Reserveflächen sowie auf klare Standards. Das Musterraumprogramm muss konsequent umgesetzt werden, damit Unterrichts-, Fach- und Aufenthaltsflächen wirklich zu moderner Pädagogik passen. Wir fördern außerdem den Ausbau von Gemeinschaftsschulen durch Neubau und Fusion und unterstützen Schulgemeinschaften in diesem Prozess. So entlasten wir Familien vom Übergangsstress und ermöglichen eine Schulbiografie ohne Brüche von der Einschulung bis zum Abschluss.
Sanieren darf nicht länger verschleppt werden. Wir wollen Sanierungen so umsetzen, dass sie dauerhaft Qualität sichern – barrierefrei, funktional und pädagogisch sinnvoll. Energetische Modernisierung ist dabei doppelt klug: Sie senkt Verbrauch und Kosten, reduziert Haushaltsrisiken und entlastet den Bezirk langfristig. Und weil die Klimakrise längst im Schulalltag angekommen ist, machen wir Schulen mit schattigen Plätzen, Begrünung und nachhaltigem Regenwassermanagement klimafest. So haben Kinder auch an heißen Tagen sichere und attraktive Freiräume.
Wir setzen uns dafür ein, dass Schulen zukünftig auch außerhalb der Unterrichtszeiten geöffnet werden. Dort, wo es passt und gut organisiert ist, sollen Sportvereine, Musikschulen und die Nachbarschaft Schulen mitnutzen und gestalten. Gleichzeitig sorgen wir für sichere, verkehrsberuhigte Schulwege, damit Kinder selbstständig und geschützt zur Schule kommen können.
Das wollen wir für Pankow:
- Flexibler Schulbau und Sanierung beschleunigen: Durch modulare Planung, konsequente Umsetzung der Musterraumprogramme und Anwendung des „Bau-Turbo“ beschleunigen wir den Schulbau im Bezirk. Gleichzeitig setzen wir uns für die Sanierung maroder Gebäude, flexible Schulbauplanung und die Anmietung leerstehender Gebäude für die schulische Nutzung ein.
- Schulen als Kiezorte vernetzen: Wir sorgen dafür, dass Schulen noch stärker Orte des Miteinanders in der Nachbarschaft werden, und öffnen sie für Sportvereine, Musikschulen und die gesamte Nachbarschaft.
2) Inklusion, Integration und Vielfalt fördern
Wir Bündnisgrüne wollen Schulen, in denen alle Kinder dazugehören – unabhängig von Herkunft, Sprache, Behinderung, Geschlecht oder sozialem Hintergrund. Deshalb stärken wir Inklusion, Integration und Vielfalt konsequent. Wir wollen es Schulen in Pankow ermöglichen, sich auf den Weg zur Schwerpunktschule zu machen, damit inklusive Schulen die nötigen Strukturen, Ressourcen und Kooperationen verlässlich aufbauen können. Gleichzeitig fördern wir Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz im Bezirk, indem wir Schulgemeinschaften aktiv auf dem Weg zur staatlichen
Europaschule begleiten und unterstützen.
Integration gelingt dort, wo Kinder früh dazugehören, Freundschaften schließen und ihnen Bildungschancen von Anfang an geöffnet werden. Die Willkommensklassen in Pankows Schulen sollen zu einem Ort werden, an dem erste Schritte für echte Integration ermöglicht werden. Deshalb treiben wir ihren Ausbau konsequent voran, damit jedes schulpflichtige Kind unabhängig von Herkunft oder Aufenthaltsstatus zügig einen passenden Schulplatz erhält. Gleichzeitig dürfen Willkommensklassen nicht isoliert bestehen, sondern müssen fest durch gemeinsame Teilhabe am Schulalltag und gut begleitete Übergänge in die Regelklassen in die Schulgemeinschaft eingebunden sein.
Das wollen wir für Pankow:
- Schwerpunktschulen unterstützen: Wir begleiten und unterstützen Schulgemeinschaften, die Schwerpunktschule werden möchten – damit Inklusion vor Ort gelingt und die nötigen Strukturen, Ressourcen und Kooperationen verlässlich aufgebaut werden können.
- Europaschule in Pankow einrichten: Wir unterstützen Schulgemeinschaften aktiv auf dem Weg zur staatlichen Europaschule, um Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz im Bezirk zu fördern.
- Willkommensklassen ausbauen: Wir treiben den Ausbau voran, damit jedes Kind schnellstmöglich einen passenden Schulplatz erhält.
3) Jugendliche beteiligen und stärken
Wir Bündnisgrüne stehen für eine
demokratische Schulkultur und eine starke Kinder- und Jugendarbeit, die junge Menschen stärkt, Verantwortung ermöglicht und Teilhabe dauerhaft absichert. Schüler*innen sollen ernsthaft mitentscheiden können – im Schulalltag, in bezirklichen Strukturen und überall dort, wo Entscheidungen ihr Leben direkt betreffen. Gleichzeitig sehen wir Entwicklungen, die uns alarmieren: Rechtsextreme Vorfälle im Umfeld von Jugendlichen nehmen zu, Konflikte und Gewaltphänomene im öffentlichen Raum belasten einzelne Kieze, und viele junge Menschen erleben Politik als weit weg und wirkungslos. Das ist brandgefährlich, denn wo Zukunftsaussichten fehlen, wächst Frust, und antidemokratische Kräfte finden leichter Anschluss.
Wir setzen dem entgegen, was nachweislich wirkt: verlässliche Strukturen für freie Träger und Jugendarbeit und gute Prävention. Einrichtungen und Projekte der Jugendarbeit müssen geschützt und langfristig abgesichert werden. Dafür setzen wir uns für mehrjährige Förderzusagen, Bürokratieabbau und eine Reform des Zuwendungsrechts auf Landesebene ein. Sondermittel sollen gebündelt und verlässlich an die Bezirke verteilt werden, damit Sozialarbeiter*innen ihre Zeit bei Jugendlichen verbringen können, statt mit Anträgen.
So wie Kinder ein Anrecht auf Kinderspielplätze haben, so sollen auch Jugendliche das Recht auf eigene Orte im öffentlichen Raum haben. Mithilfe von Städtebaufördermitteln konnten wir gleich mehrere neue Jugendorte etablieren. So etwa im Langhanskiez in der Heinersdorfer Straße, Ecke Charlottenburger Straße, und in der Lehderstraße, Ecke Goethestraße. Zwei weitere Orte in der Tassostraße und am Jugendklub Maxim sind bereits in Arbeit. In jedem neuen Stadtquartier werden von uns ganz selbstverständlich bedarfsgerechte und sichere Jugendorte mitgeplant. Wie genau diese Orte aussehen und welche Funktion sie erfüllen, bestimmen nicht wir, sondern die jungen Menschen selbst. Jugendorte können vieles sein – Orte zum Zusammenkommen, Verweilen, Experimentieren, Spielen, Sporttreiben, Musikhören. Sie können Schutz vor Regen bieten oder in der dunklen Jahreszeit Licht spenden.
Wo über Jugendliche entschieden wird, sollen Jugendliche mitbestimmen – etwa in Steuerungsgruppen und Ausschüssen wie dem Kinder- und Jugendhilfeausschuss. Über das Kinder- und Jugendbüro entwickeln wir gemeinsam mit den jungen Pankower*innen zusätzliche, altersgerechte Formate, wie etwa ein Jugendparlament, eine Jugend-BVV oder einen Jugendbeirat, sowie niedrigschwellige digitale Beteiligungsformate. Dazu gehören für uns auch Antrags- und Rederechte in der BVV.
Und weil Demokratie nicht erst mit 16 beginnt, setzen wir uns für ein kommunales Wahlrecht ab 14 ein.
Mit der langfristigen finanziellen Absicherung und deutlichen Ausweitung der Schüler*innenhaushalte ermöglichen wir mehr jungen Menschen, echte Budgetverantwortung zu übernehmen und ihr Schulleben aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig stärken wir die Kooperation von Schule und Jugendhilfe, bauen Schulstationen und Schulsozialarbeit aus und setzen uns für eine verlässliche, langfristige Finanzierung durch den Senat ein.
Durch politische Bildung, demokratische Beteiligungserfahrungen und sichere Räume der Jugendarbeit bekämpfen wir auch Rechtsextremismus an der Wurzel. Darüber hinaus unterstützen wir Initiativen, die Beratung und Ausstiegshilfen anbieten. Jugendfreizeiteinrichtungen und Träger der Jugendarbeit sind dabei unverzichtbare Partner und brauchen Rückendeckung, Vertrauen und ausreichende Ressourcen.
Das wollen wir für Pankow:
- Jugendarbeit absichern: Einrichtungen und Projekte der Jugendarbeit müssen geschützt und langfristig stabil finanziert werden. Dafür fordern wir mehrjährige Förderzusagen, Bürokratieabbau und eine Reform des Zuwendungsrechts auf Landesebene.
- Jugendorte stärken und ausbauen: Wir planen Jugendorte bei der Stadtentwicklung ganz selbstverständlich mit, wie etwa im Sanierungsgebiet Langhansstraße: gut ausgestattet, saniert und so gestaltet, dass Jugendliche eigene Orte im öffentlichen Raum haben, als sichere Rückzugsorte, für Aktivitäten und Zusammenkommen.
- Rechtsextremismus an der Wurzel bekämpfen: Wir stärken politische Bildung und Beteiligungserfahrungen, schaffen Räume für Gespräche über Zukunftsängste und Perspektiven – und unterstützen Initiativen, die Ausstiegsberatung leisten.
4) Familien stärken
Mit dem Wachstum unseres Bezirks steigen auch die Anforderungen an eine verlässliche Kinder- und Familienpolitik. Unser Ziel ist es, Familien niedrigschwellig zu stärken und Unterstützung dort anzubieten, wo sie gebraucht wird. Deshalb wollen wir ein mobiles Familienservicebüro aufbauen, das Leistungen des Jugendamts bündelt und direkt in die Kieze und zu den Familien bringt.
Gleichzeitig setzen wir konsequent auf Prävention. Wir wollen die Frühen Hilfen für Familien mit Kindern von null bis drei Jahren gemeinsam mit freien Trägern weiter ausbauen, um Familien frühzeitig zu erreichen. Die Hilfen zur Erziehung sind ein weiterer, wichtiger Eckpfeiler, um Familien Hilfsangebote wie sozialpädagogische Familienhilfe oder Erziehungsbeistände zu ermöglichen. Diese müssen verlässlich finanziert werden – ohne dass Pankow weiter strukturell unterfinanziert wird. Deshalb setzen wir uns auf allen Ebenen für eine bedarfsorientierte Finanzierung der Hilfen zur Erziehung durch den Senat ein.
Freiwerdende Kita-Plätze verstehen wir als Chance und wollen diese nutzen, um langfristig für bessere Qualität in der Frühbetreuung und Wahlfreiheit der Eltern zu sorgen. Gleichzeitig prüfen wir pragmatisch die Mehrfachnutzung freier Räume in Kita-Eigenbetrieben, etwa für Therapieangebote oder inklusive Förderung. Wir unterstützen das landesweite Kita-Matching und sorgen dafür, dass Familien zum ersten Geburtstag automatisch einen Kita-Gutschein mit mehrsprachigem Begleitbrief und einfacher digitaler Vermittlung erhalten.
Darüber hinaus entwickeln wir Pankow als kinderfreundliche Kommune weiter. Der Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune muss deshalb gemeinsam mit allen Fachämtern (u. a. Stadtentwicklung, Verkehr, Grünflächen) ausreichend finanziert werden. Kinder- und Jugendbeteiligung machen wir in allen Politikfeldern zum Standard, von Stadtentwicklung über Verkehr bis zu Grünflächen. Spielplätze planen und sanieren wir als inklusive, kühle Oasen und sorgen für eine frühzeitige Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Planung.
Das wollen wir für Pankow:
- Frühe Hilfen konsequent ausbauen: Wir setzen einen Schwerpunkt auf die Frühen Hilfen und stärken präventive Angebote gemeinsam mit freien Trägern.
- Hilfen zur Erziehung verlässlich finanzieren: Wir setzen uns auf allen Ebenen für eine auskömmliche Finanzierung der Hilfen zur Erziehung durch den Senat ein, damit Pankow nicht weiter strukturell unterfinanziert bleibt.
- Kita als Chance neu denken: Wir sorgen dafür, dass Familien zum ersten Geburtstag des Kindes automatisch einen Kita-Gutschein mit mehrsprachigem Begleitbrief und einfacher digitaler Vermittlung erhalten. Zudem prüfen wir pragmatisch die Mehrfachnutzung freier Räume in Kita-Eigenbetrieben.
- Kinderfreundliche Kommune weiterentwickeln: Der Aktionsplan Kinderfreundliche Kommune muss gemeinsam mit allen Fachämtern ausreichend finanziert werden, damit Kinder- und Jugendbeteiligung in allen Politikfeldern Standard wird, auch bei Stadtentwicklung, Straßenplanung und Grünflächen.
5) Sport für alle ermöglichen
Pankow hat ein massives Sportflächen-Defizit, das Kinder, Schulen, Kitas und Vereine jeden Tag ausbremst. Es fehlen rund 50 Sportplätze und Hallen zur Deckung der Bedarfe. Viertausend Kinder stehen auf den Wartelisten der Vereine. Viele Schulen haben zu wenig oder gar keine geeigneten Sportflächen. Auch beim Schwimmen gibt es Nutzungskonflikte zwischen Schulschwimmen, Vereinssport und öffentlichen Angeboten, während Badeplätze im Sommer überfüllt und oft zu teuer sind. Für viele Pankower*innen ist Sport ein zentraler Begegnungsraum, der jedoch zunehmend unter Druck gerät: Rechtsextreme und rechtsoffene Strukturen drängen in einzelne Sportkontexte, während Frauen, Mädchen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen (FLINTA*) in vielen Vereinen unterrepräsentiert sind und passende, sichere Angebote fehlen.
Wir wollen, dass Sport in Pankow für alle zugänglich ist. Dafür braucht es endlich Tempo und Geld für Bau und Sanierung. Senat und Bezirk müssen die Prioritäten der Sportentwicklungsplanung konsequent umsetzen und auch nach 2030 fortführen, damit Schulsport, Vereinssport und informeller Sport wirklich ausreichend Platz finden. Bei großen Sanierungen wie etwa im Kissingen-Stadion, an der Rennbahnstraße oder bei der Sportanlage Hansastraße setzen wir auch auf klimaangepasste Qualität: Bäume, Grün und eine gute Aufenthaltsqualität gehören dazu, nicht obendrauf. Als größte Nutzer*innengruppe beteiligen wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ganz selbstverständlich bei der Planung von Sportstätten.
Beim Ausbau unserer sportlichen Infrastruktur können wir Fortschritte vorweisen, etwa die neue Inklusionssporthalle an der Panke-Schule oder die Sporthallen am Rosa-Luxemburg-Gymnasium, an der Gustave-Eiffel-Schule, an der Rennbahnstraße oder der Grundschule am Wasserturm. Eine gute Nachricht ist auch der bevorstehende Bau einer Freilufthalle auf der Sportanlage Hansastraße. Großprojekte wie eine mögliche Berliner Olympiabewerbung dürfen diese Prioritäten nicht verdrängen. Für uns Bündnisgrüne haben wohnortnahe Sportangebote, Sanierung bestehender Anlagen und gerechte Zugänge für alle Vorrang vor überteuerten und unzuverlässigen Prestigeprojekten.
Unser Ziel ist es, dass jedes Kind in Pankow schwimmen lernen kann. Dafür organisieren wir Schwimmzeiten fairer, bauen Kapazitäten aus und setzen uns für die Sanierung und Wiedereröffnung der Schwimmhalle Wolfshagener Straße am Sommerbad Pankow ein. Die dafür notwendigen Bebauungspläne müssen zügig abgeschlossen werden, um Planungssicherheit zu schaffen.
Besonders deutlich wird der Konflikt am Jahnsportpark: Ein Inklusionssportpark ist ein Versprechen an Teilhabe und darf nicht auf halber Strecke
enden. Dass der restliche Sportpark faktisch weggekürzt werden soll und damit Begegnungszentrum, Kompetenzzentrum für Inklusionssport und eine ausreichend große Sporthalle gefährdet sind, nehmen wir nicht hin. Gleichzeitig gilt für uns: Berlin braucht Investitionen in die Sanierung und Weiterentwicklung der Sportstätten statt Prestigeprojekte, die Ressourcen binden, während der Alltag brennt.
Sport muss zugleich ein sicherer Raum für alle sein. Die Bedarfe von FLINTA* berücksichtigen wir stärker bei der Hallenvergabe, verbessern sichere Jogging-Routen durch gute Beleuchtung und den Abbau von Angsträumen, fördern Selbstverteidigungskurse und stärken Sensibilisierung in Vereinsstrukturen. Gleichzeitig gehen wir aktiv gegen rechte Strukturen im Sport vor, indem wir Schulungen für Trainer*innen und Funktionär*innen fördern und eine bezirkliche Ansprechstelle zur Unterstützung bei Schutzkonzepten und einer Stärkung demokratischer Vereinsarbeit einrichten. Auch den Kinderschutz setzen wir konsequent um durch Kinderschutzsiegel in allen Vereinen und fördern regelmäßige Re-Zertifizierungen und Weiterentwicklungen.
Das wollen wir für Pankow:
- Sportstätten ausbauen, sanieren und wenn möglich inklusiv gestalten: Wir setzen uns dafür ein, dass Senat und Bezirk den Ausbau und die Sanierungspläne verlässlich finanzieren und die Prioritätenliste der Sportentwicklungsplanung weiter konsequent umsetzen.
- Jedes Kind lernt schwimmen: Wir wollen Schwimmzeiten fair organisieren und Kapazitäten ausbauen, damit jedes Kind in Pankow die Möglichkeit erhält, schwimmen zu lernen.
- Aktiv gegen rechts im Sport: Wir wollen Schulungen für Trainer*innen und Funktionär*innen, eine bezirkliche Ansprechstelle, Unterstützung beim Aufbau von Schutzkonzepten und die Stärkung demokratischer Vereinsarbeit erreichen.
