Neu im Vorstand: Nastassja Wohnhas

Vor kurzem wurde Nastassja Wohnhas in den Kreisvorstand als Beisitzerin gewählt. Sie war schon vorher im Kreisverband sehr aktiv. Anlass genug für uns, die Online-Redaktion mit ihr ein Interview zu führen, damit Ihr sie besser kennenlernt:

Online-Redaktion (OR): Schon bevor Du in den Vorstand gewählt wurdest, warst Du im Kreisverband aktiv – beschreibe bitte kurz, wie Du dich engagiert hast.

Nastassja: In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich vor allem im Wahlkampf engagiert – 2016 im Rahmen der Wahl zum Abgeordnetenhaus und 2017 im Bundestagswahlkampf. Zudem habe ich den Kreisverband gemeinsam mit den anderen Vertreter*innen aus Pankow als Delegierte auf der Landesdelegiertenkonferenz und im Landesausschuss vertreten. Vergangenen Sommer habe ich gemeinsam mit Dániel Fehér die Fiesta Cubana bei uns in der Kreisgeschäftsstelle organisiert. Und aus dem Bundestagswahlkampf heraus ist außerdem unser Grünes Sofa Team entstanden, mit dem wir auch nach Ende des Wahlkampfs weiter grüne Flagge im Kiez zeigen wollen. Beides sind gute Beispiele dafür, dass man nicht nur bestehende Angebote wahrnehmen kann, sondern auch eigene Ideen und Initiativen in die Arbeit des Kreisverbands einbringen kann.

OR: Gibt es Politikfelder, die Dich besonders interessieren?

Nastassja: Außenpolitik und internationale Beziehungen, nachhaltiges Wirtschaften und Frauenpolitik sind Themenfelder, die mich besonders interessieren und in denen ich die vergangenen Jahre sowohl beruflich, als auch privat unterwegs gewesen bin. Spannend finde ich vor allem, wenn sich diese Themenfelder überschneiden. Insbesondere in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und fairer Handel gibt es noch so viel zu tun – aber gleichzeitig auch enormes Potential, viel zu bewegen und zum Positiven zu verändern – sowohl auf lokaler, als auch auf internationaler Ebene.

OR: Was hat Dich zu Deiner Kandidatur bewogen und wo siehst Du Aufgabenfelder im Vorstand für Dich?

Nastassja: Mir hat das Engagement im Kreisverband bereits die letzten zwei Jahre viel Spaß gemacht. Eine Mitarbeit im Vorstand sehe ich als Möglichkeit, mein Engagement zu verstätigen, die Arbeit der Grünen hier vor Ort in Pankow zu unterstützen, neue Ideen einzubringen und noch mehr über die Bezirks- und Landespolitik zu lernen. 2016 habe ich an dem Frauen Mentoring Programm des Berliner Landesverbands teilgenommen – ohne dieses Programm wäre ich heute vermutlich kein Vorstandsmitglied. Daher würde ich mich gerne darum kümmern, dass wir auch auf Kreisebene zusätzliche Einstiegsangebote an Neu- und Altmitglieder machen und noch mehr Menschen motivieren, sich aktiv einzubringen und grüne Politik mitzugestalten. Außerdem freue ich mich, wenn Mitglieder mit ihren Ideen auf mich zukommen und wir gemeinsam überlegen, wie man diese am besten umsetzen kann.

OR: Wie bist du im Vorstand aufgenommen worden – kanntest du die anderen Mitglieder schon vorher?

Nastassja: Kennen ist ja immer relativ :) Aber natürlich bin ich allen vorher schon begegnet und kannte sie von den Mitgliederversammlungen und aus dem Wahlkampf. Aufgenommen wurde ich natürlich sehr herzlich und habe mich sofort wohlgefühlt.

OR: Wo siehst Du die Hauptaufgabe eines Kreisvorstandes, was kann er erreichen?

Nastassja: Grundsätzlich sehe ich die Hauptaufgabe eines Kreisvorstandes darin, die Arbeit der Partei auf Kreisebene zu organisieren. Das beinhaltet z.B. die Vorbereitung und Durchführung von Mitgliederversammlungen, Wahlen und Abstimmungen, die Koordination von Arbeitsgruppen auf Kreisebene, die Pflege und Neugewinnung von Mitgliedern, sowie die Koordinierung zwischen unterschiedlichen Gremien und politischen Vertretern. Ein Kreisverband ist unter anderem dafür verantwortlich, dass sich Mitglieder gut aufgehoben fühlen und immer eine*n Ansprechpartner*in haben. Der Vorstand kann dafür sorgen, dass die Grünen im Bezirk sichtbar sind und er kann sich natürlich auch thematisch einbringen und Dialogforen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten ermöglichen.

OR: Wir befinden uns – höchstwahrscheinlich – in einem Jahr ohne Wahl: Bedeutet das auch weniger Arbeit für den Vorstand, kann man nun Liegengebliebenes nachholen?

Nastassja: Ich habe zwar keinen direkten Vergleichswert, würde aber davon ausgehen, dass ein Jahr ohne Wahl etwas entspannter ist. Mit wenig Arbeit würde ich es allerdings nicht gleichsetzen. Die Mitgliederversammlungen müssen organisiert und inhaltlich vorbereitet werden. Wir planen bereits jetzt unser Sommerfest. Durch die Regierungsbeteiligung in der Zählgemeinschaft in Pankow und bei R2G auf Landesebene ist natürlich auch politisch einiges los und es besteht viel Diskussions-, Koordinierungs- und Kommunikationsbedarf. Hinzu kommen Aktivitäten wie Neumitgliedergewinnung oder besondere Veranstaltungen - wie zum Beispiel unsere Diskussionsveranstaltung zum Frauentag am 8. März. Langweilig wird es vermutlich auch in diesem Jahr nicht ;)

OR: Welche Maßnahmen verbessern Deiner Meinung nach die Beteiligung bisher nicht-aktiver Mitglieder, wie können vor allem Frauen für die Mitarbeit gewonnen werden?

Nastassja: Die Neumitgliedertreffen sind eine gute Möglichkeit, einen ersten Einblick in die Parteistrukturen und Abläufe zu erhalten und sich über Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren. Die Treffen finden immer vor den Kreismitgliederversammlungen statt – man erhält somit anfangs einen allgemeinen Überblick, kann im Anschluss direkt an einer Mitgliederversammlung teilnehmen und hat im Nachgang noch die Möglichkeit, bei einem Kaltgetränk in lockerer Atmosphäre Fragen zu stellen, Unklarheiten zu klären und weitere Mitglieder kennenzulernen. Zusätzlich könnte ich mir vorstellen, dass auch ein Online Format für virtuelle Neumitgliedertreffen und Fragerunden eine gute Option wäre. Das sollten wir mal ausprobieren! Mentoring Programme, Stammtische, oder die spezifische Diskussion von frauenpolitischen Themen sind sicherlich Instrumente, mit denen wir noch mehr Frauen für das Engagement im Kreisverband gewinnen können. Da wir als ehrenamtlicher Vorstand nur begrenzte Kapazitäten haben, muss natürlich abgewogen werden, welche Aktivitäten sinnvoller auf Landes- oder auf Kreisebene sind. Das Frauenreferat des Landesverbands und die LAG Frauen* und Gender machen bereits viele tolle Angebote spezifisch an Frauen*. Wir sollten uns in jedem Fall davon inspirieren lassen und das ein oder andere Format auch mal auf Kreisebene ausprobieren.

Die Fragen stellte Dietmar Sittek. Foto: @Gruener_Franz

OR-DS

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