3. Sommerferien-Treff mit dem Thema Klimaschutz

Beim 3. Sommertreff des KV Pankow ging es um Klimaschutz & Co. Zu Gast war Anja Engelmohr vom Berliner Landesvorstand.

Beim dritten Sommerferien-Treff am 9. Juli 2019 berichteten Anja Engelmohr, Beisitzerin im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen und Reemt Heuke von der AG Klimaschutz in Pankow bei Häppchen und Getränken über die Klimaschutzpolitik von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin. Was läuft auf Landes- und was auf Bezirksebene? Bündnis 90/Die Grünen verantworten im Senat von Berlin die Ressorts Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Das Ziel ist: Berlin soll bis 2050 klimaneutral sein. Dazu wurde im Jahr 2016 ein Energiewendegesetz (siehe hier) verabschiedet.

Anja Engelmohr, Beisitzerin im Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen, berichtete, dass nach langem Planungs-, Ressortaufbau- und Budgetbeantragungsvorlauf in Berlin nun endlich die ersten „Pilze“ im Bereich Klimaschutzpolitik an die Oberfläche kommen. Im Bereich „Fernwärme“ wird seit dem Jahr 2017 in Berlins Kraftwerken keine Braunkohle mehr verfeuert. Bis 2030 sollen auch die steinkohleverfeuernden Blöcke der Kraftwerke abgeschaltet sein. Im Bereich „Strom“ nimmt das Projekt „Mieterstrom“ Fahrt auf, mit dem die neugegründeten Berliner Stadtwerke möglichst viele Dächer mit Photovoltaik-Anlagen ausrüsten wollen; von deren Stromförderung werden die unter diesen Dächern wohnenden Mieter durch niedrigere Preise profitieren. Im Verkehrsbereich wird neben der Förderung des Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehrs die BVG gerade auf Elektrobusse umgestellt.

Reemt Heuke hat vor einem Monat im Kreisverband Pankow die AG Klimaschutz gegründet, die versucht, Klimaschutzpolitik vor Ort zu machen. Sie haben sich bisher einmal getroffen und überlegen jetzt, welche konkreten Projekte sie sich vornehmen wollen (z.B. eine Klimaschutzprüfung für jede Maßnahme im Bezirk durchsetzen). Sie suchen weitere Mitstreiter*innen.

Die über 25 Anwesenden, darunter viele Neumitglieder und neu an den Grünen Interessierte, stellten viele Fragen, z.B. zum öffentlich nahezu unbekannten Stadtwerk, die konkreten Schritte, die nötig sind, um seinen Vermieter für „Mieterstrom“ zu interessieren, die Gründe, warum in der Berliner Bauordnung noch nicht die Pflicht zu Sonnenkollektoren auf dem Dach jedes Neubaus verankert ist und warum Berlin nicht Wasserstoff als Antriebsenergie für Autos fördert sondern stattdessen auf Elektromobilität setzt.

Bis tief in den Abend wurde auf den langen Bierbänken vor der Kreisgeschäftsstelle in der Pappelallee diskutiert. Der nächste Sommerferien-Treff ist am 16. Juli ab 20 Uhr. Es lohnt sich. (OR-FK)

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