Bericht von der Frauenvollversammlung des KV Pankow am 16.12.2009

von Eleonora Roldán Mendívil (OnlineRedaktion)
Am 16. Dezember 2009 fand, nach allgemeiner Erinnerung, die erste Frauenvollversammlung (Frauen-VV) unseres Kreisverbandes im Spielhaus Kolle 37, statt. Nachdem die Anwesenden mit heißen Glühwein oder Punsch von der eisigen Kälte etwas wiederbelebt wurden und sich gesetzt hatten, ging es über zur Vorstellungsrunde.

In dieser Zeit trudelten auch die Letzen ein, sodass wir zum Schluss 12 Interessierte zählen konnten. Bei leckeren Keksen und entspannter Atmosphäre wurden frauenpolitische Fragen in der Runde thematisiert: ob es möglich wäre die zweiwöchentlich stattfindenden Kreisverbands-Sitzungen (KV) zeitlich vorzuverlegen oder um eine Stunde nach hinten zu schieben. Immerhin sei 18h bis ca. 20h eine typische Zu-Bett-Geh-Zeit für kleinere Kinder, und Mütter müssten sich zwischen Zu-Bett-Bringen und KV-Sitzung oft entscheiden.

Wie es um die Kinderbetreuung bei solchen Sitzungen stehe wurde auch gefragt. Da viele Mitglieder berufstätig sind und morgens früh hoch müssen, ist eine zeitliche Verschiebung nach hinten natürlich problematisch, da sich schon bei einem Beginn von 19:30h die meisten KV-Sitzungen bis gen 23h hinausziehen. Trotzdem wurde diese Anregung zur Kenntnis genommen und wird vielleicht in Zukunft im KV selbst noch mal diskutiert werden. Was die Kinderbetreuung angeht, müsse Mann oder Frau sich selbst um einen Babysitter für die angekündigte Zeit kümmern, der KV würde aber die Kosten hierfür übernehmen. Eine neue Erkenntnis für einige der anwesenden Frauen.

Daraufhin wurde festgestellt dass sich Frauen in den KV-Sitzungen allgemein (trotz gleichberechtigter Rednerliste) weniger beteiligen würden als Männer. Diskutiert wurde dann über das Wieso.

Danach trat die Frage der Position von Frauen im KV-Vorstand auf. Erfahrungsberichte von Vorstandsmitgliedern wurden gesammelt und die Problematik der Kandidatinnensuche erläutert.
Hiernach wurde über eine Neustrukturierung des Kreisverbands mit Ausrichtung auf das „Projekt 2011“ konstruktiv kritisiert. Herausgearbeitet wurde, dass die Aufgabenverteilung (wer macht was genau?) und die einzelnen Leistungsvereinbarungen noch klar und transparent definiert werden müssten. Außerdem fehle im Schaubild die Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), welche jedoch auch klar zum Vernetzungsprogramm dazugehören müsse.

Allgemeiner Konsens bestand auch darin, Frauen-VVs öfter zu veranstalten, um dann zum Beispiel die Quotenfrage und die Frage nach mehr aktiven Mitstreiterinnen weiter zu vertiefen. Auch sollen dann Ideen wie das Splitting von Vorstandsposten oder ein spezielles Vorstandsmentoring-Programm erneut diskutiert und ausgearbeitet werden. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Frauensitzung.

OR-ERM

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