21. Mai 2014

Wir bleiben dabei: Wir wollen das Eco-Mobility-Festival in den Prenzlauer Berg holen!

Daniela Billig und Cornelius Bechtler (Fraktionsvorsitzende), Artikel erschienen im BVV-Fraktions-Newsletter

Der Monat Mai begann mit einem Paukenschlag. Ein Aufmacher-Artikel im Tagesspiegel löste ein mittleres Erdbeben aus. Die Botschaft war, die Grünen wollten den Menschen am Helmholtzplatz einen Monat lang das Autofahren verbieten. Der Bezirksbürgermeister Matthias Köhne wollte dem Projekt den Stecker ziehen, verlautet per Twitter.
 
Wir wollen das Eco-Mobility-Festival zu uns in den Prenzlauer Berg holen. Dies wird nur gelingen, wenn das Projekt eine breite Unterstützung erfährt. Unsere Idee dabei ist, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an dem Projekt beteiligen können, gemeinsam die Mobilität der Zukunft zu entwickeln. Je mehr Menschen mitmachen und einen Monat lang intelligente, neue Elektromobilitätsangebote nutzen wollen, umso größer wird das Eco-Mobility-Festival. Diese Chance für die Berliner Technologiepolitik, aber auch für den Berliner Tourismus wollen wir nutzen. Uns ist klar: Wir werden nur dann so erfolgreich sein wie zuvor 2013 in Suwon in Südkorea, wenn wir die Menschen im Prenzlauer Berg für dieses Projekt gewinnen können.

Intelligente Elektromobilität ist die Antwort darauf, dass Verbrennungsmotoren die Technologie von gestern sind. Die neue städtische Mobilität sieht dabei anders aus als heute: Wir werden vielfältige Angebote nutzen: vom Elektroauto über Pedelecs bis hin zu noch ganz unbekannten Elektromobilen. Der öffentliche Verkehr wie S- und U-Bahn, Straßenbahn oder Bus wird dabei in Städten wie Berlin das Rückgrat sein. Wir werden diese Mobilitätsangebote gerade in den Städten häufiger gemeinsam nutzen, da sind sich die Zukunftsforscher einig. Weil die Ressourcen knapper werden, müssen sie von uns allen effizienter eingesetzt werden.

Dahinter verbirgt sich eine große Chance für die Lebensqualität in der Stadt. Wenn wir mehr Autos gemeinsam nutzen und die Verkehrsangebote besser miteinander verknüpft sind, dann steht mehr Lebensraum in den Straßen zur Verfügung. Es ist mehr Platz für urbanes Leben und für Familien mit Kindern. Dazu sind die neuen Mobilitätsformen auch leiser und abgasfrei.

Die Weltorganisation ICLEI (International Council for Local Environmental Initiatives) für nachhaltige Entwicklung in den Städten möchte sich bei uns im Prenzlauer Berg zu ihrem Weltkongress treffen und zwar in der Kulturbrauerei. Parallel sollen Kongresse, Messen und zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Wie bereits 2013 im koreanischen Suwon ist auch hier ein Eco-Mobility-Festival geplant. Möglichst viele Menschen werden dazu eingeladen, Mobilitätsangebote wie Elektroautos oder E-Mobile auszuprobieren und damit ihre Erfahrungen zu sammeln. Dabei sein müssen alle Hochtechnologieunternehmen wie Bosch, Siemens, VW, Mercedes oder Toyota. Für diese Unternehmen ist es immens wichtig zu lernen, wie diese Mobilitätsangebote funktionieren können. Deshalb besteht die Bereitschaft viel Geld in dieses Festival zu investieren.

Elektromobilität ist neben den erneuerbaren Energien für Deutschland die Schlüsseltechnologie schlechthin. Berlin kann für diese Hochtechnologie ein Zentrum werden. Deshalb werben wir dafür, wie zuvor in Suwon in Südkorea auszuprobieren, wie Mobilität von morgen umweltverträglich und stadtverträglich organisiert werden kann. Das ist ein spannendes Projekt, das wir gerne mit allen Bürgerinnen und Bürgern in Pankow erfolgreich umsetzen wollen.

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URL:http://gruene-pankow.de/wir/in-pankow/bvv-fraktion/archiv/2014/expand/524975/nc/1/dn/1/