Medien-Echo: Berliner Kurier 

25. März 2018

Güterbahnhof Greifswalder Straße

Einigt euch, sonst ist der Zug abgefahren!

Jeder gegen jeden, alle gegen alle: Um den alten Güterbahnhof an der Greifswalder Straße tobt ein Grabenkampf. Senat, Bezirk, Investor und Anwohner: Alle haben ihre Wünsche, was aus dem Gelände werden soll, aber am Ende passiert nur eines – gar nichts. Die Streitparteien werfen sich wechselseitig vor, eine Lösung zu blockieren. In der Zwischenzeit vergammelt der Güterbahnhof zusehends.

Seit sieben Jahren bröckelt und bröselt es. Aber so hätte es nicht kommen müssen, als Investor Christian Gérôme das 28.000-Quadratmeter-Areal im Jahr 2011 kaufte. Denn damals gab es den Plan, rund 600 Wohnungen zu errichten, einen Teil davon als Sozialwohnungen für die landeseigene Gewobag. Günstige Wohnungen kann Berlin wirklich gut gebrauchen, aber nach Anwohner-Kritik an der Bebauung hatte es die Politik nicht mehr so eilig, das Projekt durchzuwinken.

Und heute? Baustadtrat Vollrad Kuhn (Grüne) würde die Wohnungen ja gern errichten, aber die Mehrheit in der BVV Pankow lehne das ab. Der Planungsprozess sei derzeit ausgesetzt. Kuhn hofft, „dass wir hier irgendwann noch weiterkommen, gerade weil der Standort nicht ewig so bleiben kann“, sagte er den Prenzlauer Berg Nachrichten.

Eine Schwierigkeit besteht darin, dass die Linke in Pankow die größte BVV-Fraktion und mit Sören Benn auch den Bürgermeister stellt. Die Partei hat rund um den Güterbahnhof und im nahen Ernst-Thälmann-Park viele angestammte Wähler, die lieber neue Grünflächen als eine bauliche Verdichtung wollen.

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