28. April 2011

 

 

 

Mauerpark als Weltbürgerpark fertig stellen

Die Bürgermeisterkandidatin für den Bezirk Mitte, Andrea Fischer und der Bürgermeisterkandidat für Pankow, Jens-Holger Kirchner von Bündnis 90/Die Grünen erklären zur Zukunft des Mauerparks:

 

Mauerpark – Ausdruck des Berliner Lebensgefühls

Weit über Berlin hinaus ist der Mauerpark im ehemaligen Mauerstreifen der Ost und West, Berlin, Wedding und Prenzlauer Berg trennte, als der Ort bekannt, der das neue Lebensgefühl Berlins repräsentiert. Die Bürgerinnen und Bürger nicht nur der beiden angrenzenden Stadtteile begannen nach dem Mauerfall, die Freifläche um die Brache auf ihre Art zu nutzen. Heute ist der Mauerpark ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung nicht nur für Berlinerinnen und Berliner sondern auch für BesucherInnen aus aller Welt – ein Weltbürgerpark im besten Sinn.

 

Was bisher geschah

Momentan befindet sich der westliche Teil des Mauerparks auf Weddinger Seite im Besitz der VIVICO, einer Tochtergesellschaft der CA Immo Wien. Diese will einen großen Teil ihrer Flächen im Mauerpark dicht bebauen und damit der Nutzung als Park entziehen.

Seit ca. 2002 versucht der Bezirk Mitte, Eigentümer von Teilflächen des westlichen Mauerparks zu werden, um diese als Park zu erhalten. Die einzige in Erwägung gezogene Möglichkeit schien bisher ein Tauschhandel – Fläche gegen Baurecht. Diese Lösung hat sich als nicht tragfähig erwiesen, da sie weder von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit getragen wird noch im Sinne des Allgemeinwohls ist.

 

Ein Park von allen, mit allen und für alle

Wir wollen, dass der gesamte Mauerpark als Weltbürgerpark fertig gestellt wird!

Berlin braucht diesen öffentlichen Raum für BewohnerInnen und BesucherInnen gleichermaßen. Der enorme Zulauf - die vielen großen und kleinen Veranstaltungen, der Markt, die Partys, die spazierenden Familien - zeigen, dass der Park größer werden muss. Sie alle brauchen die komplette Fertigstellung des Parks auf Weddinger Seite.

Deshalb bietet die Perspektive dieses Weltbürgerparks, der durch viele Bürgerinnen und Bürger finanziert, gestaltet und für alle nutzbar ist, eine zukunftsweisende Alternative zur kommerziellen Verwertung.

  • Unsere Idee ist ein Park, der allen gehört. Ein Park, der nicht von einem einzelnen Großinvestor aus Verwertungsgründen gehalten, sondern durch viele finanziert und getragen wird. Auf diese Weise wird der Mauerpark durch die Bürgerinnen und Bürger rekommunalisiert. Jede und jeder kann einen Quadratmeter oder mehr symbolisch erwerben und so mitbesitzen, mitgestalten und mitnutzen.
  • Die Entwicklung des Parks soll ein offener und breit getragener Prozess sein.
  • Der Mauerpark soll für alle Generationen attraktiv und zugänglich sein und für viele Nutzungsformen offen. Das wird erst möglich, wenn die komplette Fläche genutzt werden kann.

 

Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park

Die Bürgerinnen und Bürger Berlins wollen ihren Park und bekämpfen seit 2002 den Ausverkauf des Mauerparks. Dieser Einsatz, die begeisterte Nutzung des Parks und die massiven Proteste gegen einen Tauschhandel des Bezirks zeigen, dass nur die vollständige Fertigstellung des Mauerparks Aussicht auf eine gesellschaftliche Mehrheit und auf gesellschaftlichen Rückhalt haben wird.

Wir unterstützen daher das Ziel der Stiftung Welt-Bürger-Park, die politische Frage für bebauungsfreie Lösungen offen zu halten, Gelder für den Kauf der fehlenden Flächen einzuwerben und Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft zum gemeinsamen Handeln aufzufordern.

"Mauerpark als Weltbürgerpark fertig stellen" als pdf

Kontakt
Andrea Fischer: andrea.fischer@gruene-mitte.de
Jens-Holger Kirchner: jens-holger.kirchner@gruene-pankow.de

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URL:https://gruene-pankow.de/wir/in-pankow/bezirksstadtrat/archiv/2008-2011/expand/352622/nc/1/dn/1/