26. März 2013

Senat lahmt in Sachen Open Data

Stefan Gelbhaar (stellvertretender Fraktionsvorsitzender und netzpolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zum Document Freedom Day:

Am jährlichen Document Freedom Day Tag werden weltweit Internetauftritte ausgezeichnet, die offene Standards, insbesondere maschinenlesbare Dokumente, anbieten. Leider wird Berlin wieder leer ausgehen. Dabei liegt der Nutzen offener Dokumente auf der Hand. Gut verwendet können offene Daten dazu beitragen, im Straßenverkehr Staus zu vermeiden oder Angebote beziehungsweise Störungen im ÖPNV schnell und umfassend zu kommunizieren. Erhöhte Lärm- oder Staubwerte können belegt werden, der Vergleich von Aktenteilen zur Aufklärung des BER-Debakels wird erleichtert. Es gibt enorm viele ausgezeichnete Gründe, Dokumente digital, frei und in offenen Formaten zu publizieren.

Leider zeigt der Berliner Senat seit dem Start des Open-Data-Portals wenig Engagement. Der wegweisenden Studie des Fraunhofer-Institutes folgte keine Umsetzungsstrategie. Die Wirtschaftsverwaltung taucht ab, die Innenverwaltung ist im Ausschuss regelmäßig nur bedingt auskunftsfähig. Das Landesportal wird nur unstrukturiert und in Einzelprojekten fortgeführt. Das reicht nicht aus.

Der Senat ist gefordert, die digitalen Schätze zu heben und zu teilen - denn dieser Schatz gehört allen Berlinerinnen und Berlinern. Von der symbolischen Auszeichnung des Document Freedom Day, der obligatorischen Torte, ist Berlin daher leider zu Recht noch weit entfernt.

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URL:https://gruene-pankow.de/wir/in-berlin/abgeordnetenhaus/ehemalige-abgeordnete/stefan-gelbhaar/archiv/2013/expand/454658/nc/1/dn/1/