6. Februar 2013

Senat muss Verantwortung für den Filmstandort Berlin auch vor und nach der Berlinale wahrnehmen

Stefan Gelbhaar (stellvertretender Fraktionsvorsitzender und medienpolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zur Entwicklung des Filmstandortes Berlin:

Berlin profitiert neben Festival-Highlights wie der Berlinale, Premieren und Preisverleihungen von der Verzahnung zwischen Filmproduktion und Filmpräsentation an allen Spielorten der Stadt. Damit Berlin als Filmstandort eine Erfolgsgeschichte bleibt, muss der rot-schwarze Senat sich aber auch um das harte Tagesgeschäft der Filmproduktion kümmern.

Für Filmproduzenten muss eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, über die sie Serviceauskünfte erhalten und Genehmigungen sowie Gebühren abwickeln können. Berlin muss im Wettbewerb mit anderen Filmstandorten wie München und Köln gestärkt werden. Dazu könnte das Studio Babelsberg etwa um zusätzliche Orte in Berlin erweitert werden.

Für eine nachhaltige Positionierung Berlins in der Medienlandschaft muss für weitere Fernsehsender attraktiv gemacht werden, nachdem der Senat SAT.1 2008 ziehen ließ. Dies ist wichtig für eine gesunde Mischung aus Auftragsproduktionen für Fernsehen und Kino.

Die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg muss in der Filmförderung auf Augenhöhe laufen. Dazu gehört, dass Brandenburg seinen ursprünglich vereinbarten Anteil an der Finanzierung des Medienboards Berlin-Brandenburg leisten muss. Grundsätzlich darf Filmförderung in Berlin nicht nur als Wirtschaftsförderung verstanden werden. Auch Kinder-, Dokumentar- und Experimentalfilme brauchen Unterstützung.

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