23. November 2012

Schwere Vorwürfe - lückenlos aufklären und Konsequenzen daraus ziehen

Heiko Thomas (gesundheitspolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zu den Vorwürfen gegen den Vorstand der Charité:

Die Vorwürfe wiegen schwer. Nicht nur der traurige Vorgang einer Misshandlung ist erschütternd, sondern auch das Krisenmanagement der Charité lässt viele Fragen offen. Offensichtlich kann eine solch große Klinik mit diesen Strukturen so nicht geführt werden.

Jetzt muss offen darüber diskutiert werden, ob die Strukturen mit denen Europas größte Universitätsklinik geführt wird ausreichen, um ein gutes Krisenmanagement sicher zu stellen, eine ausreichende Sensibilität aufzubringen und eine transparente und klare Kommunikation mit der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Natürlich schließen auch wir personelle Konsequenzen nicht aus, uns geht es aber vor allem darum, dass es zu Verbesserungen der Managementstrukturen kommt. Wir fordern Herrn Einhäupl und Herrn Frey auf, alle notwendigen Schritte einzuleiten, um dem ausgezeichneten medizinischem Ruf der Charité auch eine exzellente und klare interne Kommunikations- und Managementstruktur folgen zu lassen.

Gerade eine Einrichtung, die z.B. mit SIGNAL (Initiative gegen Gewalt gegen Frauen) und auch selbst sehr anerkannte Expertinnen und Experten in ihren eigenen Reihen haben, die andere im Umgang mit Gewalt gegen Frauen beraten, muss eine erhöhte Sensibilität aufbringen und eine Kultur der Bearbeitung mit Vorwürfen gegen Gewalt in den eigenen Reihen entwickeln. Hier muss offensichtlich nachgearbeitet werden.

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URL:https://gruene-pankow.de/wir/in-berlin/abgeordnetenhaus/ehemalige-abgeordnete/heiko-thomas/archiv/2012/expand/436089/nc/1/dn/1/