7. Oktober 2010

Medikamente im Berliner Trinkwasser nicht länger ignorieren

Felicitas Kubala (stellvertretende Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zum Bremer Gutachten zum Berliner Trinkwasser:

Die besorgniserregenden Untersuchungsergebnisse der Bremer Universität zur Belastung des Berliner Trinkwassers mit Medikamenten kommt nicht überraschend. Lange ist bekannt, dass über den Wasserkreislauf Arzneimittelrückstände ins Trinkwasser gelangen, die in den Klärwerken nicht abgebaut werden können.

Weil es hier keine einfachen Lösungen gibt, wird die Gefahr von Senat und Berliner Wasserbetrieben konsequent ignoriert. Selbst in seinem Wasserversorgungskonzept 2040 hat sich der Senat ausschließlich auf die zukünftige Wassermenge beschränkt, die den Wasserbetrieben und dem Land Berlin Einnahmen verspricht. Die Wasserqualität und damit auch das Problem der Schadstoffbelastung wird im Konzept ignoriert, nicht zuletzt weil damit auch erhebliche Investitionen verbunden sind.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, dass der Senat die Erkenntnisse der beiden Bremer Wissenschaftler endlich zum Anlass nimmt, mit den Berliner Wasserbetrieben das Problem der Medikamentenbelastung im Trinkwasser anzugehen.

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URL:http://gruene-pankow.de/wir/in-berlin/abgeordnetenhaus/ehemalige-abgeordnete/felicitas-kubala/expand/319544/nc/1/dn/1/