Pressemitteilung 

18. November 2015

Senatsentwurf für Hundegesetz löst nicht Probleme am anderen Ende der Leine

Claudia Hämmerling (tierschutzpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) sagt zur heutigen Anhörung zum Berliner Hundegesetzentwurf im Rechtsausschuss:

Der Senat ignoriert die Vorschläge des Bello-Dialogs in seinem Gesetzentwurf. Es soll für alle Hunde einen Leinenzwang geben, von dem nur ein freiwilliger theoretischer und praktischer Sachkundenachweis befreien kann. Das ist nicht kontrollierbar und so erreicht dieses Gesetz nicht die rücksichtslosen HundehalterInnen, die sich an freiwilligen Tests nicht beteiligen werden. Wenn von Hunden Gefahren ausgehen, liegt das Problem in der Regel am anderen Ende der Leine.

Wir haben einen Gegenentwurf zum Senatsgesetz eingereicht, der keine Rasseliste vorsieht und auf Sachkunde aller HundehalterInnen setzt. Sie sollen künftig einen theoretischen Nachweis erbringen, dass sie unter anderem Kenntnisse über Bedürfnisse, Körpersprache und Haltung der Hunde verfügen. Die jetzigen Regelungen zum Leinenzwang sollen ihre Gültigkeit behalten.

Der Rat der Bürgermeister hatte den Senatsgesetzentwurf bereits abgelehnt. Wir erwarten, dass die Expertenanhörung im Rechtsausschuss den Senat zum Umdenken bewegt.

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