Pressemitteilung 

1. Oktober 2015

Boykott des Berliner Tierschutztages durch Tierschützer*innen

Senat missbraucht Tierschutz für Eigen-PR

Hierzu sagt Claudia Hämmerling (tierschutzpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus):

Es ist ein in Deutschland einmaliger Vorgang, dass eine Tierschutzveranstaltung durch die Tierschützerinnen und -schützer boykottiert wird. Der Tierschutztag wird vom Senat zur reinen PR in eigener Sache degradiert. Deutscher Tierschutzbund, Tierschutzverein Berlin und Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg kritisieren dies zu Recht, denn der Tierschutz spielt im Alltagshandeln des Senats keine Rolle. Der zuständige Senator Thomas Heilmann versteht etwas von Werbung, aber nicht von Tierschutz.

Das Beispiel Tierversuche zeigt, worum es den Tierschützern geht: Der Senat fördert den Neubau von zwei neuen Tierversuchslaboren mit 60 Millionen Euro. Die Förderung von Ersatzmethoden zum Tierversuch, die Tierversuche überflüssig machen könnten, findet nicht statt. Auch sonst verweist der Senat gern auf fehlende Haushaltsmittel, wie etwa im Fall der Finanzierung der staatlichen Tiersammelstelle, die das Tierheim Berlin für ihn übernommen hat.

Wir Grünen fordern den rot-schwarzen Senat auf, endlich die Versprechen aus dem SPD/CDU-Koalitionsvertrag zu erfüllen. Dort steht: „Die Koalition wird sich für die Einschränkung von Tierversuchen einsetzen und verstärkt tierversuchsfreie Forschungsmethoden fördern.“

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