25. März 2014

Stadtjägertum ist dringend reformbedürftig

Claudia Hämmerling (Sprecherin für Tierschutz der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) sagt zum Stadtjägertum in Berlin:

Schwarz-, Rot- oder Schalenwild, das sich in den städtischen Raum verirrt bzw. bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde, wird von so genannten Stadtjägern geschossen bzw. von seinen Leiden erlöst. Die ca. 40 Privatjäger, die ehrenamtlich als Stadtjäger zugelassen sind, dürfen allerdings nicht selbständig agieren, sondern werden von der Polizei als VerwaltungshelferInnen hinzugezogen. Das Prinzip der Stadtjäger ineffizient und nicht tierschutzgerecht.

Es kann nicht sein, dass es von der zufälligen Verfügbarkeit eines ehrenamtlichen Stadtjägers abhängt, wie schnell verletztes Wild im Stadtgebiet von seinen Leiden erlöst und der Polizeieinsatz beendet werden kann. Das Leid eines verletzten Tiers kann so mitunter länger dauern als nötig.

Nach Auskunft des Senats sind PolizeibeamtInnen grundsätzlich so geschult und ausgestattet, dass sie die Aufgabe der Stadtjäger übernehmen könnten. Es ist Zeit, dass der Senat in enger Zusammenarbeit mit Praktikern von Polizei und Jagdverwaltung das Stadtjägertum durch ein modernes tierschutzgerechtes Verfahren ablöst. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert, die technischen und personellen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

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