Finanzkrise zeigt: Nachhaltig Wirtschaften sieht anders aus

Jochen Esser, MdA - finanzpolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin Eine vereinfachte und deshalb vielleicht verständliche Nacherzählung - Was ist passiert? Stark vereinfacht gesprochen Folgendes: US-Bürger haben einen Kredit auf ihr völlig überbewertetes Eigenheim aufgenommen und sich davon ein Auto aus Deutschland gekauft. Die Banken haben ihnen den Kredit gegeben, obwohl sich die Kreditnehmer das Auto gar nicht leisten konnten. OR-FD Mehr

"Spitzbuben im Nadelstreifen"
Der Staat muss jetzt Banker werden
Betrifft die Finanzkrise auch den Berliner Haushalt?

Bedingungslos Einkommen oder Existenz gesichert?

zur letzten KV-Mitgliederversammlung am 12.6.2007

von Stefan Gelbhaar (Vorsitzender KV Pankow, Landesvorstand Berlin)

Die richtige Sozialpolitik. Alles eine Frage des Menschenbildes? Götz Werner, Unternehmer, tingelt mit genau dieser These durch das Land. Seine Behauptung: Bedingungslos Geld von Amts wegen bewirkt eine Emanzipation und damit die Entfaltung der Menschen.

Stimmt das? Oder reicht Geld alleine da gar nicht aus? Die Frage „dahinter“ nach dem einen, einzig richtigen Menschenbild wurde an diesem Abend zurückgewiesen. Nur ein einziges Menschenbild zu Grunde zu legen, erschien allen Erschienenen nicht angemessen. Teils heftig in der Vergangenheit geführte Diskurse innerhalb der bündnisgrünen Partei wurden an diesem Punkt abgestreift. Zu verfestigt hatte sich die Idee, nicht nur eines, sondern viele Bilder von Menschen zuzulassen.

   Mehr »

von Barbara Stolterfoth, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Unter dem Leitspruch „Fördern und Fordern“ ist das SGB II, die Grundsicherung für Arbeitssuchende, am 01. Januar 2005 in Kraft getreten. Gefordert worden ist seitdem sehr viel, gefördert wurde weniger. Viele Langzeitarbeitslose haben Leistungseinbußen hinnehmen müssen. Diese sollten kompensiert werden durch eine verbesserte Vermittlungstätigkeit der Bundesagentur für Arbeit und den Aufbau einer effizienten Betreuungsstruktur für Arbeitssuchende. Von beidem ist heute noch nicht viel zu merken – im Gegenteil: Arbeitslose warten durchschnittlich drei Monate auf ein qualifiziertes Erstgespräch und in der Hälfte aller Fälle werden trotz gesetzlicher Verpflichtungen keine Eingliederungsvereinbarungen getroffen. Die Verknappung in den Leistungen aber bleibt. Und sie trifft nicht nur die Arbeitslosen selber, sondern auch deren Angehörige und Kinder.

   Mehr »

28.07.06

von Prof. Dr. Peter Grottian

Nein, noch sind zwangsweise Umzüge von Beziehern des Arbeitslosengeldes II (ALG II) kein Massenphänomen. Aber die Welle kommt langsam, aber unaufhaltsam ins Rollen. Vielerorts werden die Betroffenen seit Anfang 2006 aufgefordert, innerhalb von sechs Monaten ihre Mietkosten zu senken. Gelingt ihnen das nicht, droht ihnen die zwangsweise Umsetzung in eine ihrem sozialen Status angemessene Bleibe. Nach vorsichtiger Schätzung wird es 250 000 bis 500 000 stille und offene Zwangsumzüge geben – wenn die bisherige Politik fortgesetzt wird.


   Mehr »

20.3.2006

von Joel Cruz, Mitglied der LAG Migration

 

Die Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein ständiges Thema deutscher Politik und Wirtschaft. Häufig wird dabei übersehen, dass Migranten als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seit Jahrzehnten in Deutschland tätig sind und damit entscheidend zum Aufbau des Wohlstandes beigetragen haben.

   Mehr »

Pankow ist ein vielschichtiger Bezirk: vom urbanen Prenzlauer Berg bis zum beschaulichen Französisch Buchholz, von der Großansiedlung über die Dienstleistungsunternehmerin bis zum Langzeitarbeitslosen. Für alle ist die wirtschaftliche Entwicklung Pankows wichtig – für viele überlebenswichtig. BündnisGrüne Politik gibt darauf Antworten – auf Landes- und Bezirksebene.

   Mehr »

“Nie wieder Vollbeschäftigung?” - diese eher frustrierende Frage war Thema einer vom Bildungswerk Berlin, der Heinrich-Böll-Stiftung und vom BiwAK e.V. veranstalteten interessanten Podiumsdiskussion am Donnerstag Abend. Eingeladen waren Wolfgang Engler, Kultursoziologie und Buchautor, Karoline Beck, Unternehmerin und Markus Kurth, MDB B90/Grüne.

Engler begann vor ca. 120 Zuhörern mit einem Streifzug durch die Geschichte der Arbeit.

   Mehr »

Wer den Bildungsstand eines Landes messen will, sollte den Blick zuerst auf die Beteiligung am Bildungssystem, die sich beispielsweise an der Zahl der Studienanfänger eines Jahrgangs zeigt, richten. In der Präsentation der OECD-Studie Bildung auf einen Blick 2004 weist das Bundesbildungs- ministerium zwar darauf hin, dass die Studienanfängerquote in Deutschland von 28 Prozent im Jahr 1998 auf 35 Prozent im Jahr 2002 gestiegen ist. Gegenüber dem OECD-Durchschnitt von 51 Prozent liegt sie jedoch weit zurück. Zu gering der Anstieg der Investitionen in Schulen und Universitäten, hohe LehrerInnengehälter, hoher Unterrichtsausfall und zu große Klassen, besonders in den Grundschulen, so die weiteren Befunde der Studie.

   Mehr »

16.04.2005

'Ein Riss geht durch die Gesellschaft' - Zweiter Armutsbericht der Bundesregierung

Wie lässt sich die Armutsfalle durchbrechen? Welche Gegenstrategien gibt es? Oliver Bauer hat sich intensiv mit dem Armutsbericht der Bundesregierung auseinandergesetzt  MEHR

„Wir leben in paradiesischen Zuständen“

Das Geld ist nicht das Problem – das Problem ist, dass wir Geld, also Einkommen, immer mit Arbeit koppeln. Gefunden in 'brandeins' - ein sehr spannender Artikel zum Thema Arbeit und Grundeinkommen  MEHR

21.03.2005

Sind die fetten Jahre vorbei?

Interview mit Werner Schulz, MdB - zu Arbeitsplätzen, Wachstum und Sozialer Marktwirtschaft   MEHR

08.03.2005

Frauen in die Aufsichtsräte

In den Aufsichträten der landeseigenen Unternehmen gibt es so gut wie gar keine Frauen. Angeblich, weil es keine geeigneten Frauen gäbe. Wir suchen: komptente Frauen für die Aufsichträte!   MEHR

01.02.2005

Plädoyer für Wachstum

Bütikofer machte (in der FTD) klar, dass die Ökopartei 25 Jahre nach ihrer Gründung ihren Frieden mit dem Ziel Wirtschaftswachstum gemacht habe. 'Jeder hat gesehen, dass unsere Gesellschaft noch nicht einmal stabil bleiben kann, wenn sie nicht ökonomische Dynamik zustande bringt.'   MEHR

28.01.2005

Wenn der Fiskus dreimal klingelt

Die Kneipengespräche luden diesmal zum Finanz-Talk: Gäste zum Thema Steuergerechtigkeit/ Steuervereinfachung waren Christine Scheel, MdB und Dr. Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung  MEHR

15.11.2004

Sozialstadtrat bei Abwahl ohne Mehrheit

Stadtrat Lehmann darf im Amt bleiben, da eine Zweidrittelmehrheit zur Abwahl nicht erreicht wurde  MEHR

16.10.2004

Das deutsche Gesundheitswesen - Krankheit mit System

Die Gesundheitsreform mit Einführung der Praxisgebühr versprach Beitragssenkungen. Doch dazu wird es nicht kommen, wenn die Ausgabenseite nicht grundlegend reformiert wird.   MEHR

12.07.2004

Zentrale Reformen verabschiedet

Hartz IV und das Zuwanderungsgesetz sind verabschiedet: Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause diese zentralen Reformvorhaben der rot-grünen Koalition abgesegnet. Beide Gesetze treten am 1. Januar 2005 in Kraft.  MEHR

24.06.2004

Schulden sind unsozial und kein Ausweis nachhaltiger Finanzpolitik

Werner Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages und wirtschaftspolitischer Sprecher der Bündnisgrünen Fraktion über den Kurs in der Finanz-, Haushalts- und Wirtschaftspolitik   MEHR

13.05.2004

'Wir dürfen uns nicht politikunfähig machen'

Für Katrin Göring-Eckardt (Fraktionschefin der Bündnisgrünen im Bundestag)schließen sich Sparen und Investieren nicht gegenseitig aus. 'Wir werden ohne Wenn und Aber einen verfassungsmäßigen Haushalt aufstellen', sagte sie im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung ...  MEHR

23.02.2004

arbeitsagentur.de - Hartz sei Dank

Seit dem ersten Dezember ist die Bundesagentur für Arbeit auch im Internet modern. Sagt sie.   MEHR

09.11.2003

„Hartz IV“: Neues Konzept für Konzeptlosigkeit?

Das „Hartz IV“-Konzept sieht vor, die Arbeitslosenhilfe durch ein Arbeitslosengeld II und die neue Sozialhilfe zu ersetzen. Werner Schulz plädiert im Interview für eine Grundsicherung in Form einer Existenzsicherung über dem Sozialhilfeniveau  MEHR

28.06.2003

'Wir werden uns auf eine sehr turbulente Zeit einstellen müssen.'

Die Koalition, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Werner Schulz, muß die in Cottbus durchgesetzten Veränderungen mit auf die Agenda nehmen. Da das alte Rechts-Links-Schema der Parteien nicht mehr funktioniert, werden sich völlig neue Bündnisse ergeben.   MEHR

URL:http://gruene-pankow.de/thematisches/arbeit-soziales-und-finanzen/archiv/2003-2009/