Pressemitteilung 

26. Februar 2016

Flughaben BER

Vertrauen ist gut, Kontrolle wäre besser

Andreas Otto und Harald Moritz (baupolitischer Sprecher sowie Obmann im BER-Untersuchungsausschuss / verkehrspolitischer Sprecher) sagen zur Befragung des Zeugen Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs, im BER-Untersuchungsausschuss:

Die Strukturen des Gesellschafters Brandenburg waren genauso wenig wie jene auf Berliner Seite geeignet ein Großbauprojekt zu begleiten. Die Aussage von Matthias Platzeck macht deutlich, wie leichtfertig die Aufsichtsratsmitglieder mit den Problemen am BER umgegangen sind. Mangels Zeit und Fachkenntnis waren sie zu einer echten Kontrolle überhaupt nicht in der Lage. Der Aufsichtsrat hat sich auf die Geschäftsführung verlassen, ohne auf die Idee zu kommen, jemals Fachleute außerhalb der FBB zu befragen.

Besonders schlimm ist, dass nach der negativen Erfahrung 2012 sich dieses Verhalten auch bei dem neuen Geschäftsführer Mehdorn nicht geändert hat. Im Gegenteil – ein Ende 2012 im Aufsichtsrat beschlossenes "externes Controlling", das den Aufsichtsrat informieren sollte, wurde unter dem Aufsichtsratsvorsitzenden Platzeck nach der Anstellung von Herrn Mehdorn wieder fallen gelassen. Der Beschluss wurde aufgehoben.

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