6. Oktober 2014

Tuberkulose – Infektionsschutzgesetz einhalten

Heiko Thomas (gesundheitspolitischer Sprecher der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus) sagt zur starken Belastung des Tuberkulose-Zentrums:

Trotz steigender Belastung des Tuberkulose-Zentrums durch die zunehmende Flüchtlingszahl in Berlin muss das Infektionsschutzgesetz (IfSG) eingehalten werden.

Tuberkulose ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Der Senat darf nicht dulden, dass lange Wartezeiten im Tuberkulose-Zentrum entstehen und muss dem Zentrum jetzt schnell weitere Unterstützung zukommen lassen, damit es seiner Aufgabe auch gerecht werden kann. Nur so ist der Gesundheitsschutz von anderen BewohnerInnen und MitarbeiterInnen der Einrichtung sowie der Allgemeinbevölkerung in Berlin ausreichend.

Vor oder unverzüglich nach Aufnahme in eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge ist nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) durch eine Röntgenaufnahme der Lunge nachzuweisen, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer ansteckenden Lungentuberkulose vorliegen. Aktuellen Presseberichten zufolge sind die Kapazitätsgrenzen des zuständigen Tuberkulose-Zentrums in Lichtenberg erreicht und die Untersuchung kann nur mit langer Wartezeit durchgeführt werden.

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URL:https://gruene-pankow.de/presse/archiv/2014/expand/538483/nc/1/dn/1/