30. Mai 2013

Berlin muss endlich auf Tabakwerbung verzichten

Heiko Thomas (gesundheitspolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai unter dem diesjährigen Motto „Lass Dich nicht anmachen! Weg mit der Tabakwerbung!“:

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert den Verzicht von Tabakwerbung auf Werbeflächen des Landes und der Bezirke. Mit diesem Schritt könnte Berlin zum Vorbild werden. Bereits vor zehn Jahren hat sich die Bundesrepublik zur Einführung eines konsequenten Werbeverbots verpflichtet. Die schwarz-gelbe Bundesregierung kommt dieser Verpflichtung nicht nach und macht Deutschland damit europaweit zum Außenseiter.

Rauchen ist immer noch das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. In Deutschland sterben frühzeitig mehr als 100.000 Menschen im Jahr an den Folgen des Tabakkonsums. Das Tabakwerbeverbot muss endlich konsequent umgesetzt werden und Berlin muss mit gutem Beispiel vorangehen. Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg machen es vor und verzichten bereits vollständig auf Tabakwerbung auf eigenen Werbeflächen. Jetzt sind der Senat und die anderen Bezirke zum Handeln aufgefordert.

Dass Tabakwerbung, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, ihr Ziel erreicht, belegt eine Studie der DAK-Gesundheit und des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT Nord). Die Wissenschaftler beobachteten rund 1300 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und fünfzehn Jahren über 30 Monate. Bei Studienbeginn hatten sie noch nie geraucht. Fazit der Untersuchung: Nach zehn Kontakten mit Tabakwerbung erhöhte sich das Risiko des täglichen Rauchens um 30 Prozent. Es ist Zeit, politisch zu handeln.

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URL:https://gruene-pankow.de/presse/archiv/2013/expand/463956/nc/1/dn/1/