28. Januar 2010

Für 20 Prozent Leistungsminderung sind zwei Entschädigungsmonate fällig

Claudia Hämmerling (verkehrspolitische Sprecherin der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zum Entschädigungsangebot der S-Bahn:

Der Senat hat im vergangenen Jahr 50 Millionen S-Bahn-Zuschüsse wegen nicht erbrachter Leistung gekürzt. Obwohl die Fahrgäste den vollen Fahrpreis entrichtet haben, will die S-Bahn sie Medienberichten zufolge mit nur einem Gratismonat, also gerade einmal 8 Prozent, entschädigen. Das ist jämmerlich.

Den Fahrgästen stehen zwei Monate Gratisfahrt beziehungsweise Freifahrten an Wochenenden zu - nicht erst im nächsten Winterchaos sondern im Juni oder September.

Wenn es nach der Anhörung des Verkehrsausschusses im Bundestag noch eines Beweises bedurfte, dass die S-Bahn meilenweit entfernt ist, sich kundenfreundlich aufzustellen, dann ist es dieses Fahrgast-Almosen, das den Namen Entschädigung nicht verdient.

Die Bahnmanager sparen bis heute an Personal, Material und Fahrgastentschädigungen, sie tricksen und täuschen Senat und Abgeordnete. Es ist unbegreiflich, weshalb der Senat sich das seit zwei Jahren bieten lässt und nicht bereit ist, sich mit einem eigenen S-Bahnfuhrpark von diesem kranken Unternehmen unabhängig zu machen.

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