25. August 2010

NICHT NUR MIETER HABEN BERECHTIGTE ÄNGSTE

Zur Situation um die Wohnblöcke an der Straßburger und Metzer Straße in Prenzlauer Berg

Die nach der Aufhebung der Sanierungsgebiete im Prenzlauer Berg entstehenden Nachverdichtungsmöglichkeiten sind ein bekanntes Problem, vor dem wir und der Bezirk stehen. Deshalb hat die BVV Pankow auf unsere Initiative hin beschlossen, Bebauungspläne aufzustellen, die den Bestand sichern und unverträgliche Nachverdichtungen verhindern sollen. Dieser Beschluss liegt nun schon über drei Jahre zurück. Dennoch hat der verantwortliche Bezirksstadtrat, Dr. Nelken, es nicht geschafft, in den sensibelsten Bereichen – und dazu gehören die Wohnblöcke an der Straßburger und Metzer Straße – Bebauungspläne aufzustellen. Der jetzt vom Bezirksamt auf den Weg gebrachte B-Plan löst das Problem leider nicht. Daher werden wir ihm in der vorliegenden Form nicht zustimmen können, kritisiert Peter Brenn, Fraktionsvorsitzender und Baupolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow.

"In unserem Dringlichkeitsantrag zur Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow am 9. Juni ging es zwar vorrangig um die Sicherung der vorhandenen Wohnbebauung und die Sicherheit für die Mieter an der Straßburger und Metzer Straße. Doch haben sich im gestrigen Beitrag der Abendschau des rbb-Fernsehens weder Herr Thierse noch Bezirksstadtrat, Dr. Nelken, dazu positioniert, dass die dortigen Freiflächen eine wesentliche stadt-klimatische Bedeutung haben, für deren Erhalt im bereits dicht besiedelten Prenzlauer Berg wir uns in unserem dann am 7. Juli von der BVV abgelehnten Antrag klar ausgesprochen haben. Ganz zu schweigen davon, vor welche zusätzlichen infrastrukturellen Probleme der Bezirk bei einer weiteren Nachverdichtung in dem Bereich gestellt wird, zum Beispiel die Bereitstellung von mehr Kita- und Schulplätzen", so Brenn weiter.

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URL:http://gruene-pankow.de/presse/archiv/2010/expand/322738/nc/1/dn/1/