27. Juni 2010

A-100-Ausbau ist verkehrspolitischer Unsinn

Claudia Hämmerling (verkehrspolitische Sprecherin der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zu der A-100-Entscheidung des SPD Parteitages:

Auch wenn die SPD-Führung ihre Basis so lange abstimmen lässt, bis ihr das Ergebnis gefällt: Alle A-100-GegnerInnen bei der SPD und der Linken können wir nur bestärken, denn der A-100-Ausbau ist verkehrspolitischer Unsinn.

Schon heute steht fest, dass die von der SPD-Basis geforderten Entlastungen der Innenstadt vom Kfz-Verkehr nicht finanzierbar sind, denn nach Senatsberechnungen sind 6,7 Milliarden Euro in den kommenden Jahren für Grundinstandsetzung der Straßen und Schieneninfrastruktur erforderlich. Da gibt es keine finanziellen Spielräume.

Die minimalen Entlastungen in Neukölln durch die Autobahn A 100 werden mit dramatischen Belastungen in Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Pankow bezahlt. Der Bund darf die A 100 nur finanzieren, damit sie einen Transitverkehr über Berlin hinaus bewirkt. Die Transitwirkung entsteht über den Lückenschluss der A 100 zur B 96a. Das bedeutet, dass insbesondere der Lkw-Verkehr die Abkürzung durch die Umweltzone über die Warschauer und Danziger Straße, Schönhauser Allee und Pankow nach Norden wählen wird.

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URL:http://gruene-pankow.de/presse/archiv/2010/expand/310043/nc/1/dn/1/