19. April 2010

Vorfahrt für Barrierefreiheit - Senat ist zu langsam

Jasenka Villbrandt und Claudia Hämmerling (Sprecherin für Menschen mit Behinderungen / Sprecherin für Verkehrspolitik der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagen zu einer Kleinen Anfrage zu Barrierefreiheit im Berliner Nahverkehr:

Berlins Tempo auf dem Weg zu einem barrierefreien ÖPNV-Angebot ist immer noch zu lang- sam. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordne-tenhaus hervor. Durch die Rückerstattungen der S-Bahn wegen des S-Bahn-Chaos macht der Senat zwar außerplanmäßig Geld für zusätzliche Aufzüge locker. Trotzdem sollen erst 2027 die Berliner U-Bahnhöfe barrierefrei sein. Das ist zu langsam.

Wir sind der Auffassung, dass der Bau von Aufzügen unabhängig von Rückzahlungen der S-Bahn schneller vorangetrieben werden muss. Es ist nicht hinnehmbar, bis 2027 auf Bar- rierefreiheit bei der BVG warten zu müssen, während Geld für allerlei Straßen- und Autobahn- neubaumaßnahmen ausgegeben wird.

Dass auch 20 Jahre nach der Wende noch immer keine Perspektive für einen Aufzug auf dem am stärksten von Umsteigefahrgästen frequentierten S-Bahnhof Frankfurter Allee gibt, ist zudem rücksichtslos und diskriminierend.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus fordert den Senat auf, Dampf bei der Deutschen Bahn zu machen, auf Straßen- und Autobahnneubau zu verzichten und schneller alle Bahnhöfe mit Aufzügen auszustatten.

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URL:https://gruene-pankow.de/presse/archiv/2010/expand/303015/nc/1/dn/1/