15. April 2010

Bahn schädigt das Image des Schienenverkehrs

Claudia Hämmerling (verkehrspolitische Sprecherin der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zur aktuellen Situation bei der DB AG:

Kundenfreundlichkeit und Service lassen im gesamten Bahnkonzern zu wünschen übrig. Mängel sind nicht die Ausnahme, sie sind die Regel. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor (Drucksache 16/14151): Überfüllte und chaotische Zustände im ICE, Fahrgäste haben nicht ausreichend Zeit zum ein- und aus- steigen, der Flughafenexpress fährt am Flughafen vorbei, Minderjährige werden nachts des Zuges verwiesen. Das S-Bahnchaos ist die Spitze des Eisbergs. Ein Bahnunternehmen das so handelt, verscherzt sich alle Sympathien und schädigt das Image des Schienenverkehrs.

Bundesregierung und Senat müssen dafür Sorge tragen, dass sich das Selbstverständnis der Bahn ändert. Schon in der Vorbereitung des Börsengangswurden Daseinsvorsorge und Fahrgastinteressen hintangestellt. Die Börsenpläne der Bahn müssen daher endgültig vom Tisch. Die Privilegien des DB-Monopolunternehmens müssen abgeschafft werden. Dem Konzern muss klar sein, dass es künftig keinen Automatismus bei der Beauftragung durch die Länder mehr geben wird.

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