5. Februar 2010

Provinzposse BBI-Bahnanbindung

Claudia Hämmerling (verkehrspolitische Sprecherin der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagt zu Berichten über die Verkehrsanbindung des neuen Großflughafens:

Seit Jahren weist die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Senat auf die schlechte Bahnan- bindung zum BBI hin. Aber der Senat hat nur auf die Autobahnanbindung gesetzt. Das rächt sich jetzt.

Der jetzt kursierende Vorschlag, stündlich drei Regionalzüge über die Anhalter Bahn zum BBI zu führen, ist eine Zumutung für die Fahrgäste. Um diese Taktfrequenz zu garantieren, werden andere Fahrgäste zum Umsteigen gezwungen.

Der Regierende Bürgermeister hat mit einem haltlosen Versprechen den Neubau der Dresdener Bahn verhindert. Unsere konkreten Vorschläge hat er in den Wind geschlagen. Berlin hätte auf den Weiterbau der  A100 verzichten sollen und mit dem Bund über eine alternative Mittelverwendung für den Lichtenrader Tunnel verhandeln müssen. So wäre die Blockade der Dresdener Bahnstrecke aufgehoben. Das hat der Senat ebenso abgelehnt wie die Anbindung von BBI zum Hauptbahnhof mit speziellen S-Bahnen nach Hamburger Vorbild über die vorhandenen Bahntrassen.

Das einzige was Rot-Rot kann, ist Beton und Straßenbau. Das wird sich bei der Inbetrieb- nahme bitter rächen. Wegen der schlechten Bahnanbindung werden viel zu viele Fluggäste das Auto benutzen und im Stau ihre Flieger verpassen. Wir fordern den Senat auf, seine Blockadehaltung gegenüber einer attraktiven Flughafenanbindungen per Bahn aufzugeben.

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