Medien-Echo: Berliner Abendblatt 

6. Januar 2017

Gleimtunnel

Nicht autofrei!

Berlins grüner Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner braucht offensichtlich keine Anlaufzeit im neuen Amt: Noch bevor das alte Jahr seinen Atem aushauchte, sorgte er mit seinen Vorstellungen zur Zukunft des Gleimtunnels für einen medialen Paukenschlag. „Die Gleimstraße wird eine Fahrradstraße“, kündigt er an. „Wir werden die Gleimstraße aus dem Netz der Hauptverkehrsstraßen herausnehmen. Mit der Fahrradstraße reagieren wir auch auf den steigenden Radverkehr auf dieser Strecke“, erklärt Kirchner.

Damit nicht genug: Auch die Stargarder Straße hin zur Prenzlauer Allee sowie die Rügener Straße westlich des Gleimtunnels bis zur Brunnenstraße sollen Fahrradstraßen werden. Damit entstünde eine attraktive Radverbindung parallel zur S-Bahntrasse der Ringbahn. Manche Anrainer aber verstanden vor allem eins: Der Gleimtunnel solle dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Dem widerspricht Kirchner vehement: „Fahrradstraße heißt nicht autofreie Straße, sondern nur, dass dort Radler auch nebeneinander fahren dürfen und Autofahrer auf Radfahrer Rücksicht zu nehmen haben!“ Der Staatssekretär verweist auf funktionierende Beispiele wie die Linienstraße in Mitte, die Choriner Straße in Prenzlauer Berg oder die Norwegerstraße in Pankow.

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