1. Oktober 2013

Kanalisation: Ein Tunnel unterm Mauerpark

Stefan Strauss (Artikel erschienen in der Berliner Zeitung)

Die Wasserbetriebe wollen einen unterirdischen Tunnel im Mauerpark bauen, ein Öko-Projekt. Kaum werden die Pläne bekannt, regen sich Anwohner auf, weil sie nicht mitreden konnten. Ist es jetzt schon so weit, dass Bewohner des Öko-Bezirks jetzt gegen Öko-Projekte sind? GF-TP

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30. September 2013

Mauerpark wird Baustelle

Michael Springer (Artikel erschienen in der PANKOWER ALLGEMEINEN ZEITUNG)

Die Planungen für den Bau des unterirdischen Stauraumkanals wurden am 26.9.2013 öffentlich von den Berliner Wasserbetrieben im Kino Colosseumn vorgestellt. Neben den bereits bekannten Details wurde nun auch ein möglicher Zeitplan vorgestellt. Geplant ist der Baubeginn im Jahr 2016. Wie lange die Baustelle dauert, ist noch offen.

Rücksicht auf die Mauerparkbesucher

Pankows Stadtrat für Stadtentwicklung, Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Grüne) möchte Rücksicht auf die vielen Mauerparkbesucher walten lassen, und möchte daher die Bauarbeiten im Sommer ruhen lassen. Er plädiert deshalb für eine lange Bauzeit.

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7. Mai 2013: BERTA im Wedding - Mauerparkinfoveranstaltung

Im Vorfeld der Infoveranstaltung am 7. Mai fuhr die BERTA durch das an den Mauerpark grenzende Brunnenviertel auf Weddinger Seite um kräftig für die Veranstaltung zu werben. Flyer, auch in türkischer Sprache, wurden an Frau und Mann gebracht. siehe hier: https://www.facebook.com/media

Am 7. Mai dann zur Veranstaltung an der Freien Schule war BERTA vor Ort:

Vor der Infoveranstaltung nochmal 'ne Webetour

Vor der Freien Schule: Der Zustrom steigt, insgesamt kommen einhundert Leutchen

Einfahrt des Zugwagens ...

Vorgespräche ...

Die Konstruktion wird bestaunt ... fährt das wirklich? OR-FD

Mauerpark: degewo versperrt Groth die Zufahrt
Prenzlberger Stimme
// “Das ist unzumutbar. Wir werden nicht an die Groth-Gruppe verkaufen.” Das, was Jörn Richters, der Leiter des Kundenzentrums Nord der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft degewo, beim Podiumsgespräch mit dem Motto “Kein Luxusviertel am Mauerpark! Aufstehen gegen Mietsteigerungen!“ verkündete, war nichts weniger, als das – vorläufige – “Aus” der Erschließungspläne der Groth-Gruppe für die Nordfläche des Mauerparks. Mehr

8. November 2012

Mauerpark - Wiedergänger des Spreedreieck-Deals

Antje Kapek und Andreas Otto (Fraktionsvorsitzende und stadtentwicklungspolitische Sprecherin / baupolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagen zur heutigen Debatte um den Mauerpark-Vertrag des Senats:

Die Koalition will heute einen dubiosen Vertrag beschließen, der am Mauerpark Baurechte gegen Parkgrundstücke eintauschen soll. Doch das selbstgesteckte Ziel - nämlich nichts zu bezahlen für die Parkgrundstücke - wird überhaupt nicht erfüllt. Sechs Millionen Euro kostet Berlin dieser Deal im ersten Schritt. Darunter ist ein sogenannter Verlustausgleich an die CA IMMO in Höhe von 3,8 Millionen Euro. Dieser angebliche Verlust ist nicht substantiiert, wird aber faktisch anerkannt. Selbst im Falle eines Rücktritts der CA IMMO von dem Geschäft oder bei einer gerichtlich erwirkten Nichtigkeitserklärung des Vertrages könnte die Rechnung dafür dem Senator Müller ins Haus flattern.

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Mauerpark: Bezirk soll dicht machen

Prenzlauer Berg Nachrichten, 29.08.2012
Eine Erschließung der neuen Wohnanlage über Prenzlauer Berg soll per Bebauungsplan verhindert werden. Auch juristische chritte werden jetzt ausdrücklich empfohlen. OR-FD Mehr

Prenzlberger Stimme Neuer Anlauf für eine Mauerparkerweiterung

28. August 2012

Weiter Ärger um den Mauerpark

Almuth Tharan (verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen)

Im Frühjahr war der Bezirk Mitte nach langem Tauziehen zu einer Position gekommen, die die Fertigstellung des Mauerparks durch Flächen südlich der Gleimstraße sichern sollte. Im Gegenzug sollten auf der Fläche nördlich der Gleimstraße, wo sich zwischen einem Taubenschlag und der S-Bahn verschiedene Werkstätten und Lagerplätze befinden, eine parkverträgliche Anzahl an Wohnungen gebaut werden können. Ein Grünstreifen von 25 Metern zwischen Hauswand und dem schon bestehenden Mauerpark auf Pankower Seite sollte frei bleiben.

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BVV Mitte entscheidet am 23. August über Mauerparkbebauung

--- Die Sitzung wurde ergebnislos abgebrochen und ohne Angabe von Ort & Zeit vertagt/red.24.08.12 --- eine Zusammenfassung der Ereignisse in den Prenlauer Berg Nachrichten

Am 23. August tagt die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin ab 17:30 Uhr im BVV-Saal, Karl-Marx-Allee 31, 10178 Berlin /direkt hinter dem Kino International. hier die vollständige Tagesordnung

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt ist der Mauerpark. Darum geht es: Auf der website Freunde des Mauerparks heißt es: "Es ist nichts so arg, als dass es nicht noch ärger kommen kann. So geschehen mit dem Coup, den sich die Bezirksstadträte von Berlin Mitte klammheimlich letzten Dienstag (26. Juni) geleistet haben. Der erste Überraschungsangriff datierte vom 13. Juni. Da hatten die Fraktionen von SPD und CDU in der Sitzung des Ausschusses „Soziale Stadt“ in einem Dringlichkeitsantrag den mit breiter Mehrheit gefundenen Kompromiss der BVV ausgehebelt. Dieser sah einen bebauungsfeien Süden und eine moderate Bebauung im Norden nur auf „Teilflächen“ vor. Als der neue Dringlichkeitsantrag, jetzt mit einer Vollbebauung mit 600 Wohneinheiten und 58.000m² Bruttogeschossfläche, in der BVV Sitzung am 14. Juni wegen des Sitzungsendes um 23:00 nicht mehr durchzubringen war, war guter Rat teuer."

Nun geht es an diesem Punkt auf der 10. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin weiter. Man darf sehr gespannt sein, ob die Bebauungspläne des Bezrksamtes in der BVV Mitte auf Zustimmung treffen. Hier der Antrag der Grünen Mitte "Städtebaulicher Vertrag Mauerpark: Mythos oder Teufelswerk?" sowie der Antrag zur "Missbilligung der Amtsführung des Stadtrates für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Carsten Spallek" Alle weiteren Anträge zur Sitzung findet ihr hier .

Zu einer Kundgebung am Ort des Geschehens ruft die Mauerparkstiftung Welt-Bürger-Park auf! OR-FD

15. August 2012

Neuestes vom Mauerpark

Andreas Otto (bau- und wohnungspolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion)

Um den Mauerpark gibt es ständig neue Informationen und Entwicklungen. Deshalb habe ich am letzten Freitag eine Open-air-Sprechstunde gemeinsam mit Kreisvorstand, Stadtrat und BVV-Fraktion organisiert. Wir haben über die aktuelle Lage und unsere Forderungen informiert und mit der Bürgerschaft diskutiert.

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10. August 2012

Größtmöglicher Mauerpark und keine Durchwegung

SPD und CDU in Mitte wollen gemeinsam mit der CA Immo eine Bebauung im nördlichen Teil des Mauerparks mit einer Bruttogeschossfläche von 58.000 qm ermöglichen. Die Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte wurden in einer Nacht-und-Nebel-Aktion übergangen. Denn die wollte möglichst wenig Bauland und mehr Park.

Hierzu erklärt der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen (Kreisverband Pankow):

Die Realisierung der großtmöglichen Parkfläche – auch nördlich der Gleimstraße – ist weiterhin unser Ziel, was im Idealfall keine Bebauung und somit keine Durchwegung bedeutet. Sollte dies sowohl durch eine von CDU und SPD dominierte BVV in Mitte und den Senat scheitern, ist für uns, Bündnis 90/Die Grünen in Pankow, besonders wichtig, dass keine – wie auch immer geartete – Durchwegung über Pankower Gebiet führt. Die Wohnsituation des verkehrsberuhigten Gleimviertels, der Bestand des Kinderbauernhofs Moritzhof, des Spielplatzes mit der Kletterwand als Gesamtensemble und der Parkcharakter müssen auch im nördlichen Teil erhalten erhalten bleiben! Dies ist uns wichtig, dafür stehen wir als Partei und hierfür setzen wir uns auf allen Ebenen ein.

Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg

Prenzlauer Berg Nachrichten Ganz recht, man ist sich nicht sicher, ob dort totale Dilettanten am Werk sind oder man nicht doch Zeuge eines neuen Kapitels Berliner Bauskandale wird. Vorteil ist in diesem Fall nur eins: Noch ist nichts unterschrieben. Noch können die schon jetzt aufgeweckten Bürger mobil machen gegen die Pläne des Senats. Noch können die Bezirksverordneten von Mitte sich trotz Fraktionszwangs entschließen, am 23. August gegen die Pläne des Bezirksamts zu stimmen. Und noch kann sich auch der Senat überlegen, ob er sich wirklich diese Blöße geben möchte, oder ob es nicht doch besser ist, jetzt zu investieren anstatt später Millionen von Schulden zu ernten, und jede Menge Spott. OR-FD Mehr

Tatsachen aus dem Hinterzimmer

Der Protest gegen ein Bauprojekt am Mauerpark weitet sich aus. Die Bebauung auf dem Gelände nördlich des Gleimtunnels soll viel dichter sein als im benachbarten Weddinger Brunnenviertel. Für die Bürgerinitiativen in Prenzlauer Berg ist das ein Skandal.OR-FD Mehr

Der Preis des Mauerparks

Prenzlauer Berg Nachrichten - Das Land Berlin riskiert Schadenersatz-Ansprüche in Millionenhöhe. Bürgerbeteiligung wird mit Füßen getreten. Und demokratisch läuft es auch nicht. Ist die Erweiterung des Mauerparks das wirklich wert? OR-FD Mehr

Ganz Pankow gegen Mittes Mauerpark-Pläne

Prenzlauer-Berg-Nachrichten „Mit diesem Schritt legt sich die Kommune ohne Not und zur Unzeit auf eine Maximalbebauung nördlich der Gleimstraße und westlich des Kinderbauernhofs Moritzfarm fest", meint etwa Alexander Götz, Kreisvorsitzender der SPD in Pankow. Ein Bau dieser Größenordnung führe zwangsläufig zu Nutzungskonflikten und zu einer Verriegelung des grünen Bandes. Zudem werde durch den Beschluss des Amtes die jahrelange Bürgerbeteiligung in Form der Bürgerwerkstatt verhöhnt: „Hier gilt das Gutsherrenprinzip. Ihr dürft mitreden, wenn es uns passt. Aber egal, was Ihr erzählt, wir machen ohnehin, was wir wollen", so Götz. Daher stelle er sich unter den gegebenen Umständen komplett gegen eine Bebauung. OR-FD Mehr

Im folgenden stellt die Onlineredaktion die mehrfach verschickte Anfrage von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Gleimviertel zum Geschehen im und am Mauerpark an VertreterInnen der Grünen Pankow sowie die Antwort von Stadtrat Jens-Holger Kirchner im Wortlaut dar.

"Die Antwort von Jens-Holger Kirchner (Bü90/Die Grünen), Stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Pankow auf eine Anfrage von Pankower BürgerInnen an Stadtrat Kirchner und die BVV Pankow vom 10.07.2012, die Bezug nimmt auf die Aussagen von Stadtrat Kirchner zur geplanten Bebauung des nördlichen Mauerparks im RBB Abendschau Interview vom 07.07.2012"

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Alles wird platt gemacht

Vor der großen Koalition, heißt es in der SPD, müsse sich in Berlin keiner fürchten. In Mitte aber beweist Rot-Schwarz das Gegenteil: SPD und CDU regieren knallhart durch. OR-FD Mehr

Betoncoup am Mauerpark

Der Frust sitzt tief bei den Bürgerinitiativen. »Schlimmer geht's nimmer«, schimpft Heiner Funken von der Stiftung Weltbürgerpark. Von einem »Überraschungsangriff« spricht Rainer Krüger, Mitglied bei den Freunden des Mauerparks. Seit 15 Jahren haben Initiativen dafür gestritten, dass die vollends übernutzte Grünfläche, die eher einer Festwiese denn einem Park gleicht, erweitert wird - und dass eine massive Parkrandbebauung abgewendet wird. Mit einer Hauruckaktion hat das Bezirksamt dieses Engagement im Kiez nun düpiert. OR-FD Mehr

Prenzlberger Stimme Mauerpark: Beschluss des BA Mitte nun öffentlich
Prenzlauer Berg Nachrichten Mauerpark: Bezirksamt verzichtet auf Mitbestimmung

Positionspapier Mauerpark Vorstand B90/Die Grünen Pankow

Der Mauerpark soll als Ganzes wachsen

 

Das Phänomen Mauerpark ist, wie lange Jahre zuvor der Kollwitzplatz, dann der Helmholtzplatz und die Kastanienallee oder auch die Oderbergerstrasse, zu einem Symbolort für ein besonderes Lebensgefühl geworden: wild & urban, entschlossen, einen eigenen Weg zu gehen, aus dem Nichts ein kreatives und attraktives Umfeld zu schaffen. Dieses „Lebensgefühl Prenzlauer Berg“ ist nun noch im Mauerpark erhalten- eigentlich nur dort. Und es ist im Mauerpark mit seinen bis zu 40.000 Besuchern pro Sonntag zu einem Wirtschaftsfaktor geworden, den man schon deswegen als „kulturwirtschaftliches und touristisches Referenzprojekt“ im Sinne der Kulturwirtschaftsstudie (erstellt vom Deutschen Institut für Wirtschaft im Auftrag des Bezirkes Pankow)1 begreifen sollte. Denn es kommen Touristen aus dem In- und Ausland wegen des sonntäglichen Mauerpark-Besuchs zu uns in den Prenzlauer Berg, Berliner kaufen hier ihren Trödel, ihr Getränk und ihre Speisen. Und wir alle hören gern den spontan auftretenden Bands zu, und wir sehen gern die großen und kleinen Künstler des jeweiligen Besuchstages. Bündnis90/Die Grünen fordern das Bezirksamt auf, diese Form der Kleinkunst und der kulturellen Darbietung unbürokratisch ermöglichen und diesen ganz besonderen Sonntag im Mauerpark durch neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Bezirksamt und Kulturschaffenden zu schützen.

 

Pankow (und damit auch Bündnis 90/Die Grünen in Pankow) ist aber in einer kuriosen Situation. Der Mauerpark wird von seinen internationalen, nationalen und Berliner Besuchern im Prenzlauer Berg verortet und damit im Bezirk Pankow. Doch: Neben dem bestehenden Mauer-“Park“-Gelände auf Pankower Gebiet liegt ein weiterer - unfertiger - Teil des Mauerparks im Bezirk Mitte. Dort befinden sich eine Reihe von kleinen Gewerbebetrieben, eine Gaststätte, die so versteckt ist, dass nur mutige zu ihr vordringen, ein Parkplatz und ein Zaun, der weiter Mitte und Pankow, den früheren Westen vom früheren Osten Berlins, trennt.

 

Unfertig heißt also im Zusammenhang mit dem Mauerpark-Gelände vor allem eins: die Idee, einen Park der Erinnerung zu schaffen, die frühere Grenze zwischen Ost und West zu thematisieren, aber diese ebenso zu öffnen und zusammenzuführen. Dieses Ziel steht weiterhin im Fokus unseres Interesses als Bündnis 90/Die Grünen in Pankow. Seit 20 Jahren steht diesem Ziel vor allem die Tatsache im Wege, dass Grund und Boden dem Land Berlin nicht gehören, weil die Landesregierungen verschiedenster Couleur die Flächen nicht kaufen wollten oder konnten. Für die Gestaltung des Gesamtparks hatte die Allianzstiftung dem Land Berlin in den 90er Jahren bereits 2,3 Millionen Euro zur Fertigstellung des Parks zur Verfügung gestellt. Bedingung war eine Mindestgröße von 10 Hektar.

 

Im März 2012, kam Bewegung in die verfahrene Situation, weil die Allianz Stiftung mit der Rückforderung des gezahlten Geldes droht. So hat sich die Bezirks-Verordneten-Versammlung in Mitte ihrer Gestaltungsmacht erinnert; sie will einen Bebauungsplan aufstellen, der zusätzliche Grünfläche, aber auch Baugebiet vorsieht.

 

Pankow ist von diesen Plänen direkt betroffen- alles, was dort geschieht, wird, da als Prenzlauer Berg gelabelt, auch Pankow zugeschrieben. Vor allem aber drohen die Konsequenzen des vorgesehenen Baugebietes massive Auswirkungen auf östlich angrenzende Wohngebiete des Prenzlauer Bergs zu haben. Aus diesen beiden Gründen werden wir, auch ohne Gestaltungsmacht, unsere Position zur Weiterentwicklung des Mauerparks einbringen und für konkrete Ziele weiter kämpfen.

 

A: Fläche zwischen Bernauer- und Gleimstraße (ca. 7ha)

 

Der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Pankow begrüßt, dass die BVV in Mitte unter grüner Federführung ein stadtplanerisches Konzept entwickelt hat, soweit sie darin den Mauerpark auf Weddinger Seite fertig stellen will. Bezüglich der Fläche südlich des Gleimtunnels folgen die Beschlüsse vom 19.04.2012 zum großen Teil den prämierten Plänen von Prof. Lange (sogenannter Lange-Plan). Wir erkennen an, dass die Beschlüsse aus Mitte die größtmögliche Parkfläche sicherstellen wollen. Auch aus unserer Sicht ist es gut, wenn das Brunnenviertel hierdurch einen direkten Zugang zum Mauerpark erhält. Dies kann das Brunnenviertel attraktiver machen und es mag der Überstrapazierung des bisher fertig gestellten Mauerparks entgegenwirken. Mehr Raum für Erholung & Entspannung sowie Begegnung zwischen Wedding und Prenzlauer Berg– durch einen Park der Erinnerung an die an dieser Stelle ehemals geteilte Stadt.

 

Kritisch sehen wir die Pläne, bisher gewerblich genutztes Areal an private Investoren veräußern zu wollen. Das gesamte Parkareal sollte in öffentlicher Hand bleiben. Wir wollen eine größtmögliche Sicherheit, dass die gesamte Fläche und insbesondere der Parkeingang zur Bernauer Straße vergrößert und seinem Charakter nach Park bleiben wird. Auch wenn die gegenwärtige Gewerbenutzung unserem Bild des urbanen, etwas wildwüchsig-kreativen Mauerparks entspricht, ist bei einer Veräußerung des Geländes an die Betreiber nicht gewährleistet, dass sie späterem Verwertungsdruck widerstehen können und werden. Damit ist aber einer weiteren Kommerzialisierung und einem weiteren Ausbau großflächigen Gewerbes Tür und Tor geöffnet.

 

Gleichwohl ist es richtig, das vorhandene Gewerbe (Flohmarkt, Mauersegler, Schönwetter), welches einen touristischen Nutzen hat und auch zur Attraktivität des jetzigen Mauerparks beiträgt, nicht aus dem Park zu drängen. Dies kann über mittel- bis langfristige Pachtverträge geschehen, die zur Planungssicherheit der Gewerbetreibenden beitragen. Allerdings muss der Parkcharakter gerade im Eingangsbereich erhalten bleiben und es müssen dafür Kompromisse gefunden werden. Die genaue Ausgestaltung sollte in einem Planungsverfahren mit großer Bürgerbeteiligung sichergestellt werden und kann über die Reaktivierung der Bürgerwerkstatt geschehen. Ziel muss es sein, alle 7 ha in Park umzuwandeln und andere Nutzungen in den Parkcharakter zu integrieren.

 

B: Fläche zwischen Gleimstraße und Bahngelände Gesundbrunnen (ca. 3,5ha)

 

Die vorgeschlagene Lösung der BVV Mitte halten wir für unbefriedigend. Für uns ist auch in diesem Abschnitt das Ziel, die „Realisierung der größtmöglichen Parkfläche [...] sicherzustellen“ (vgl. BVV Mitte Beschluss vom 19.04.2012 zu Abschnitt A Fläche zwischen Bernauer- und Gleimstraße). Besonders wichtig ist für uns, dass keine - wie auch immer geartete - Durchwegung über Pankower Gebiet führt und somit die Wohnsituation des verkehrsberuhigten Gleimviertels, der Bestand des Kinderbauernhofs Moritzhof, des Spielplatzes und der Kletterwand als Gesamtensemble nicht gefährdet sind. Die beste, umsetzbare Alternative, die dies aus realistischer Perspektive gewährleistet, ist ein Modellprojekt ‚autofreies Wohnen’, das zudem innovative Wohnkonzepte auch in der Innenstadt entwickeln kann. Dies darf den Parkcharakter auch in diesem Gebiet und die schon bestehende Nutzung nicht gefährden. Besonders wichtig ist hierbei der Erhalt eines Grünzugs und einer Frischluftschneise.

 

Eine Bebauung in diesem Abschnitt, wie innovativ sie auch sein mag, kann nur die letzte Möglichkeit darstellen und müsste mit so begrenzter Bruttogeschossfläche wie möglich realisiert werden, um Nutzungskonflikte zu den angrenzenden Gebieten Pankows so gering wie möglich zu halten. Die im Beschluss der BVV Mitte unter den Punkten 1-3 genannten Minimalziele müssen aus Pankower Sicht die auf jeden Fall eingehalten werden - wir als Bündnisgrüne aus Pankow werden den weiteren Prozess in diesem Sinne kritisch begleiten.

 

Aktuell:

 

Die rot-schwarze Koalition in Mitte arbeitet gemeinsam mit dem Senat daran, im Juni 2012 einen städtebaulichen Vertrag bzgl. der Nordbebauung abzuschließen.

Die dort vorgesehene Größenordnung von 600 Wohnungen mit einer Bruttogeschossfläche (BGF) von 58.000m² ist eindeutig zu viel.
Dazu unsere Stellungnahme:

  1. Weniger Baumasse, die den Parkcharakter nicht stören darf

  2. Eine Erschließung des Wohngebietes per Straße von der Weddinger Seite her

  3. Den Erwerb des ganzen Südteils und eine Verpachtung an die Gewerbetreibenden im Süden anstatt eines Verkaufes

 

1 unter http://www.pankow-wirtschaft.de/imperia/md/content/pankow/pdf-dateien/kulturwirtschaftsstudie_2006.pdf, abgerufen am 23. Mai 2006


Stand Mitte Juni 2012

18. Juni 2012

Mauerpark: Vom Kompromiss zum Gericht

Artikel erschienen in den Prenzlauer Berg Nachrichten

Thomas Trappe

Der lang erkämpfte Konsens zur Mauerparkerweiterung kippt. Auch dass sich die Bezirke verklagen, scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Vielleicht kann der im April gefundene Kompromiss zur Mauerparkerweiterung am besten mit einem Kartenhaus verglichen werden. Eine Karte ist die Bereitschaft des Landes, von der CA Immo Land zu kaufen. Eine andere Karte das Zugeständnis an eben jene CA Immo, im Norden bauen zu dürfen. Weitere Karten: Die Teilnahme der Bürgerwerkstatt an den Planungen zum erweiterten Mauerpark und die Integration von Flohmarkt und Mauerseglern ins Konzept. Und dann war da noch diese Karte: Die Bereitschaft der Bezirke Mitte und Pankow, sich gemeinsam um eine Lösung zu kümmern. Ein schönes Kartenhaus, das nun zu zerfallen droht. Nach einem Beschluss, der in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte bald verabschiedet werden könnte, droht der Streit um die Mauerparkerweiterung in eine neue Runde zu gehen. Oder gar in eine Sackgasse.

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17. Juli 2012

BVV-Dringlichkeitsantrag zum Mauerpark gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig

Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen fordern Rückkehr zum Kompromiss

Gestern wurde der Dringlichkeitsantrag "Nächste Schritte für den Mauerpark" in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte bis nach den Sommerferien vertagt. Der Dringlichkeitsantrag bedeutet eine einseitige Aufkündigung des breiten gesellschaftlichen Konsenses über Bezirks- und Parteigrenzen hinweg. Hierzu erklären die Fraktionsvorsitzenden Rona Tietje (SPD) sowie Daniela Billig und Cornelius Bechtler (Bündnis 90/Die Grünen):

"Wir fordern die BVV im Bezirk Mitte auf, an der derzeit noch bestehenden Beschlusslage in beiden Bezirken festzuhalten. Die im Dringlichkeitsantrag vorgesehene hochverdichtete Bebauung am Mauerparkrand weit über das gültige Maß der Baunutzungsverordnung hinaus ist in der Stadt nicht mehrheitsfähig. Ein Bebauungsplan mit dieser Dichte wäre zudem rechtlich angreifbar und kann zu erheblichen Entschädigungszahlungen zu Lasten Berlins führen, falls dem Eigentümer wie beabsichtigt dieses Baurecht vorab in Aussicht gestellt wird. Hierbei gäbe es viele Verlierer und nur einen Gewinner: Den Eigentümer CA Immo."

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SPD und Grüne Pankow zur Mauerparkdebatte in BVV-Mitte

BVV-Dringlichkeitsantrag in Mitte zum Mauerpark gesellschaftlich nicht mehrheitsfähig - Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen fordern Rückkehr zum Kompromiss
Gemeinsame Presseerklärung der Fraktionen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Pankow
Am Donnerstag, den 14. Juni wurde der Dringlichkeitsantrag „Nächste Schritte für den Mauerpark“ in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte bis nach den Sommerferien vertagt. Der Dringlichkeitsantrag bedeutet eine einseitige Aufkündigung des breiten gesellschaftlichen Konsenses über Bezirks- und Parteigrenzen hinweg. Hierzu erklären die Fraktionsvorsitzenden Rona Tietje (SPD) sowie Daniela Billig und Cornelius Bechtler (Bündnis 90/Die Grünen): OR-FD Mehr

Mauerpark in der BBV Mitte: Zeitnot brachte Zeitgewinn

Prenzlberger Simme ... Dann aber ging es auch schon los. Unter anderem mit der Abstimmung darüber, ob die Bezirksverordnetenversammlung der Meinung ist, dass der Pankower Zuschauer im BVV-Saal von Mitte erst tags zuvor vom Stadtentwicklungsausschuss beschlossene Antrag über die Maximalbebauung des Mauerpark-Nordteils eine Dringlichkeit besitzt, so dass der Antrag noch auf dieser Sitzung beraten und beschlossen werden muss.
Eine knappe Mehrheit von 23 Bezirksverordneten – die der Zählgemeinschaft von SPD und CDU – war genau dieser Ansicht, 21 andere hatten da so ihre Zweifel.
Gegen 20 Uhr trudelten interessierte Zuschauer aus Pankow ein: Die “Freunde des Mauerparks”, Vertreter der “Bürgerwerkstatt”, Genossen der Pankower SPD. Und, ja, natürlich, Aktivisten von der “Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park”. OR-FD Mehr

Prenzlberger Stimme Mauerpark im Wedding: Filetieren und betonieren
Tagesspiegel Neuer Streit um Baupläne am Mauerpark

8. Juni 2012

Karaoke-Show im Mauerpark wieder jeden Sonntag

Einschränkende Regelungen zum 17. Juni 2012 aufgehoben

Die einschränkenden Regelungen für die sonntägliche  Bearpit-Karaoke-Show im Mauerpark werden ab Sonntag, dem 17. Juni 2012 aufgehoben. Damit ist bis Ende Oktober gewährleistet, dass die beliebte Veranstaltung wieder regelmäßig stattfinden kann. Spontane wetterbedingte Absagen bleiben wie bisher davon unberührt. Das Bezirksamt hat den Veranstalter bereits vorab von dieser Entscheidung informiert.

Mitte April hatte das Bezirksamt nach zahlreichen Anfragen anderer Veranstalter entschieden, das so genannte Amphitheater nicht grundsätzlich jeden Sonntag für die Karaoke-Show freizugeben. „Die öffentliche Diskussion darum und das offenbar damit verbundene nachlassende Interesse anderer Nutzer haben uns veranlasst, die Entscheidung zurück zu nehmen“, erklärt Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung.  „Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich das viele Geld für die regelmäßige Müllbeseitigung lieber für die Instandhaltung unserer Spielplätze verwenden würde. Gleichwohl können wir nicht ignorieren, dass die Show Kultcharakter entwickelt hat und auch für Weltoffenheit und Toleranz in unserem Bezirk steht“, so der Stadtrat weiter.

Mauerparkbebauung: Die Mär von der Sozialverträglichkeit

Prenzlberger Stimme I Man steht davor und weiß nicht so recht: Ist das nun galoppierender Realitätsverlust oder nur die Dreistigkeit eines mäßig begabten Demagogen? OR-FD Mehr

Wider den Vorgarten

Heute soll der Bezirk Mitte entscheiden, ob der Mauerpark zum Preis seiner teilweisen Bebauung erweitert wird. Eine Ortsbegehung. (mit Heiner Funken - Vorstand Mauerparkstiftung) OR-FD Mehr

Ultimatum am Mauerpark

Eine Erweiterung des Mauerparks zwischen Gesundbrunnen und Prenzlauer Berg wird es nicht geben, ohne dass zugleich an den Parkrändern neue Wohn- und Geschäftshäuser gebaut werden können. Das hat der Senat jetzt klargestellt. OR-FD Mehr

13. August 2011 - am historischen Ort an der Bernauer Straße sprach Renate Künast mit Zeitzeugen und Menschen, die die Mauer nicht mehr aus eigenem Erleben kennen über Freiheit, Menschenrechte und das Gedenken an die Maueropfer. OR-FD

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Soliparty für die Mauerpark-Stiftung Welt-Bürger-Park am Freitag, dem 2.9.2011 um 17:00 Uhr im Tante Käthe am nördlichen Ende des Mauerparks

MauerparkDer Mauerpark – erst Bahnhof, dann Grenze zwischen Ost und West. Mit der Grenzöffnung beginnen die Berliner den einstigen Todesstreifen im Prenzlauer Berg als Grünfläche zu nutzen. Doch der im Wedding gelegene Teil gehört der Immobiliengesellschaft Vivico. Diese plant aktuell, den Mauerpark nordwestlich des Gleimtunnels und an der Bernauer Straße zu bebauen.


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11. August 2011

Kundgebung mit Renate Künast am 13.08. am Mauerpark

Menschenrechte sind unteilbar – Was bedeuten uns Freiheit und Menschenrechte heute?

Cordelia Koch (Mitglied im Vorstand) erklärt:

Zum 50. Mal jährt sich am 13. August der Bau der Berliner Mauer, die 28 Jahre lang Berlin und ganz Deutschland zerschnitten hat. Im Ostteil Berlins hatte sich eine Opposition zum DDR-Regime gegründet, dessen sichtbarstes Zeichen ebendiese Mauer war. Große Teile dieser Oppositionsbewegung sind als Bündnis 90 zur ersten freien Wahl nach der friedlichen Revolution angetreten und haben sich danach mit den Grünen aus der alten Bundesrepublik zu einer gesamtdeutschen Partei vereinigt.

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“Welt-Bürger-Park” stellt Stiftungsräte vor

Prentlberger Stimme Die ersten 1.200 Euro zum Kauf des im Besitz der Immobilienhandelsfirma Vivico befindlichen Teils des Mauerparkgeländes sind bereits im Topf. Übergeben wurden sie von Ursula Thierfelder vom nicht mehr existierenden Verein “Stadtzentrum e.V”, der sich in Mitte einst für Bürgerbeteiligung einsetzte – das Geld ist das Auflösungsvermögen, das laut Satzung einem gemeinnützigen Zweck zugeführt werden muss. OR-FD Mehr

Neues Deutschland Grünste Lösung für den Mauerpark
P-Berg Nachrichten Unser Mauerpark soll größer werden
Berliner Umschau Welt-Bürger-Park Stiftung kämpft um den Mauerpark
taz Initiative pumpt Freunde an

Presseerklärung 28. April 2011 - Die Bürgermeisterkandidatin für den Bezirk Mitte, Andrea Fischer und der Bürgermeisterkandidat für Pankow, Jens-Holger Kirchner von Bündnis 90/Die Grünen erklären zur Zukunft des Mauerparks:
"Mauerpark als Weltbürgerpark fertig stellen" als pdf

... "Wir wollen, dass der gesamte Mauerpark als Weltbürgerpark fertig gestellt wird! Berlin braucht diesen öffentlichen Raum für BewohnerInnen und BesucherInnen gleichermaßen. Der enorme Zulauf, die vielen großen und kleinen Veranstaltungen, der Markt, die Partys, die spazierenden Familien zeigen, dass der Park größer werden muss. Sie alle brauchen die komplette Fertigstellung des Parks auf Weddinger Seite. Deshalb bietet die Perspektive dieses Weltbürgerparks, der durch viele Bürgerinnen und Bürger finanziert, gestaltet und für alle nutzbar ist, eine zukunftsweisende Alternative zur kommerziellen Verwertung"...

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Auf dem richtigen Weg: Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park

Bei einer Unterschriftenaktion im Mauerpark im September 2010 haben mehrere tausend Menschen aus allen Teilen der Welt mit überwältigender Mehrheit ihren Willen kundgetan: der Mauerpark und die angrenzenden Flächen auf dem ehemaligen Todesstreifen sind – aus unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachtet – ein ganz besonderen Ort in Berlin, den es zu schützen gilt. Inzwischen ist die Mauerpark Stiftung Welt-Bürger-Park gegründet, damit Spenden gesammelt werden können, um den Ankauf der an den Mauerpark angrenzenden Flächen zu ermöglichen. OR-FD Mehr

3. März 2011

Am Thema MAUERPARK zweimal gescheitert - Nach dem Einstieg kamen die Ausstiege. Und nun ... der Umstieg?

Peter Brenn (Vorsitzender und baupolitischer Sprecher der bündnisgrünen BVV-Fraktion)

Es wurden hohe – vielleicht viel zu hohe – Erwartungen bei den TeilnehmerInnen der Bürgerwerkstatt „Mauerpark-Fertigstellung“ geweckt, aktiv und kreativ in das Wettbewerbsverfahren für die Baufelder nördlich des Gleimtunnels und an der Bernauer Straße einsteigen zu können. Der 21. Februar brachte dann den Ausstieg eines Teiles der Bürgerwerkstatt. Bereits zuvor gab es den Ausstieg der Bürgerwerkstatt aus der Jury des Wettbewerbs, weil ihre wesentlichsten Forderungen bei der Aufgabenstellung zum Wettbewerb kein Gehör fanden.

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23. Februar 2011

Planungen zur Bebauung am Mauerpark jetzt stoppen

Volker Ratzmann und Andreas Otto (Vorsitzender / bau- und wohnungspolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion) sagen zur Situation um die Diskussion über den Mauerpark:

Nach dem Scheitern des städtebaulichen Wettbewerbs ist klar: Eine so massive Bebauung des Parks, wie von der VIVICO auf der Grundlage des Bauplanentwurfs des Bezirksamtes Mitte vorgesehen, ist weder im Wedding noch in Prenzlauer Berg gewünscht. Die bisherige Planung des Bezirksamts Mitte zur Bebauung der vorgesehenen Parkfläche hat keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Daran Schuld sind insbesondere die übergroßen Baumassen, die die VIVICO dort realisieren will.

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Am 22. September 2010 um 17:45 Uhr haben Vertreter/innen von Bürgerinitiativen gemeinsam mit BündnisGrünen aus Pankow Mitte-Baustadtrat Ephraim Gothe (1.v.l.) im dortigen Stadtentwicklungsausschuss 2500 Einsprüche von Bürgerinnen und Bürgern übergeben. In einer kurzen Unterbrechung der Sitzung kam es - unter teilweisen Beifall der Mitglieder des Ausschusses - zu einer freundlichen Übergabe der zuvor im Mauerpark gesammelten Einwände. Heiner Funken (Bildmitte) vom Bürgerverein Gleimviertel machte deutlich, dass es sich bei den Einsprüchen, die im Rahmen der regulären Bürgerbeteiligung zum Bebauungsplan 1-64 (Mauerpark) gesammelt wurden, nur um einen Teil der Bewegung handelt, die im Mauerpark keine Bebauung will. Die Aktionen werden weiter gehen - bis der ganze Mauerpark bebauungsfrei fertig sei, so Funken. OR-FD

Berliner Zeitung Scharfe Kritik an Mauerparkplan   Mehr »

Seit dem 5. September 2010 stehen wir im Mauerpark um Einsprüche gegen die Bebauungspläne auf der Weddinger Seite zu sammeln. Mit der Kampagne "Einspruch, Herr Gothe!" wollen wir klar machen, dass die vorgesehene Bebauung im südlichen und nördlichen Bereich des Mauerparks von uns nicht akzepiert werden kann. Wir fanden sehr viele Unterstützer/innen. Am vergangenen Wochenende standen wir wieder mit unseren Einspruchsformularen vor Ort im Mauerpark. Wieder konnten viele Einsprüche an Herrn Gothe mit dem Bürgerinitiativen Netzwerk BIN-Berlin gesammelt werden - vielen Dank! Am 22.9. ist das Ende der Einspruchsfrist - Kommt in den Mauerpark! Wer am 22.9. und davor nicht da sein kann, nutzt einfach unsere Onlinemöglichkeiten über den "Einspruch-Mauerpark-Button"oder die weiter dargestellten Kanäle. OR-FD

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Gemeinsame Presseerklärung zum Bebauungsplan 1-64 (Mauerpark)“ / 8. September 2010 von Stefanie Remlinger (Vorsitzende der bündnisgrünen BVV-Fraktion Pankow) und Frank Bertermann (Sprecher der bündnisgrünen BVV-Fraktion Mitte)

Seit dem 18. August 2010 noch bis einschließlich 22. September 2010 läuft das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit an der Bauleitplanung „Bebauungsplan 1-64 (Mauerpark)“.

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v.l.n.r.: Andreas Otto (MdA), Michael Cramer (MdEP) und Heiner Funken (Bürgerverein Gleimviertel)

Aufruf zur Bürgerbeteiligung

Seit 20 Jahren soll der Mauerpark zwischen Prenzlauer Berg und Wedding fertiggestellt werden. 14 Hektar grünen Park hat der Landschaftsplaner Prof. Lange damals entworfen. Erst acht davon sind fertig gestellt. Das jahrelange Engagement von vielen Akteuren hat inzwischen den zuständigen Stadtrat von Mitte, Herrn Gothe, und den Grundstückseigentümer VIVICO soweit bewegt, dass mindestens die geplanten 14 Hektar als Fläche in greifbarer Nähe sind. Das ist ein sichtbarer Erfolg.

Doch der Preis ist ein Tauschgeschäft mit der VIVICO, die einen Teil (ca. 6 Hektar) der heutigen Gewerbeflächen an Berlin als Grünland übergeben soll, aber dafür 4,5 Hektar in Bauland wandeln möchte. Die geplante Baumasse übersteigt jenes Volumen, das im Lange-Plan als Bebauung im Umfeld des Parkes vorgesehen war. Aus wenigen einzelnen Gebäuden werden ganze Riegel mit erheblicher Baumasse. Der Immobilienkonzern will ein gutes Geschäft machen. Besser wäre es, Berlin würde alle Grundstücke erwerben. Diese Idee verfolgt jetzt eine Bürgerstiftung, die sich gerade gründet und Geld für den Grunderwerb sammeln will.

Aktuell läuft die Bürgerbeteiligung am Bebauungsplanverfahren des Bezirkes Mitte. Neben der Grünfläche zur Fertigstellung des Parkes sind zwei Baufelder im Norden und Süden Gegenstand der Planung. Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich bis zum 22. September (Posteingang!), an das Bezirksamt Mitte zu wenden und ihre Meinung zu sagen. Wir wollen im Beteiligungsverfahren eine weitere Minimierung der Baumasse erreichen oder noch besser mit Hilfe der Bürgerstiftung einen ganz großen Grünzug.

Berlin, den 7. September 2010

Andreas Otto (bau- und wohnungspolitscher Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion)


Für Ihre Stellungnahme hier die wichtigsten Kritikpunkte zum laufenden  Bebauungsplanverfahren.

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Schwerpunktthema dieser Versammlung war diesmal der "Mauerpark", und entsprechend voll war der Saal im Spielhaus in der Kollwitzstraße. Auf dem Podium waren vertreten: Frank Bertermann (Grüne Franktion BVV Mitte), Andreas Otto (Grüne Fraktion im AGH), Peter Brenn (Grüne Frakion BVV Pankow) und Bernd Krüger (Freunde des Mauerparks e.V.). Etwas später kam noch Ephraim Gote (SPD Bezirksstadtrat Mitte) hinzu. Sehr schade war, von der Initiative "Mauerpark fertigstellen" niemand erschien, obwohl deren Sprecher Frank Rippel zuvor eine Zusage gegeben hatte, denn diese Initiative hatte sich in der Vergangenheit am lautesten für einen Großen Park ohne Abstriche eingesetzt. OR-MK

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Dienstag, 23.3.10: Mitgliederversammlung im Spielhaus!

Am Dienstag, den 23.3.10 findet ab 19.30 Uhr im Spielhaus auf dem Abenteuerlichen Bauspielplatz Kolle 37, Kollwitzstraße 37 unsere nächste Mitgliederversammlung statt. Schwerpunktthema wird dieses Mal der Mauerpark sein. Dem Ziel, die Erweiterung des Mauerparks und der Lösung, wie man dorthin gelangt ist man in den letzten Wochen ein ganzes Stück näher gekommen. Dennoch gibt es noch offene Fragen, die zu besprechen sind. Wir möchten Euch in der Mitgliederversammlung über den neuesten Stand informieren und mit Parteifreunden aus beiden Bezirken - Mitte und Pankow - diskutieren, aber auch Betroffene vor Ort zu Wort kommen lassen. Eingeladen sind:

Andreas Otto (bau- und wohnungspolitischer Sprecher der bündnisgrünen AGH-Fraktion)
Peter Brenn (Vorsitzender der bündnisgrünen BVV-Fraktion Pankow)
Christian Rippel (Sprecher der Initiative "Mauerpark fertigstellen")
Frank Bertermann (Sprecher der bündnisgrünen BVV- Fraktion Mitte)

Hier die weiteren Punkte auf der Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Bestätigung der Tagesordnung
  2. Berichte aus den Gremien
  3. "Die Zukunft des Mauerparks"
  4. Verschiedenes

OR-DS

Presseerklärung von Andreas Otto, MDA: Mauerpark - Einsatz hat sich gelohnt

TAZ: Durchbruch am Mauerpark

Berliner Zeitung: So soll der neue Mauerpark aussehen

Von Andreas Otto, MdA

Die gute Nachricht zuerst: Das Ziel eines Parkes mit 14 ha Grünfläche zwischen Pankow und Mitte ist deutlich näher gerückt. Die stark genutzten 8 Hektar Park am Jahn-Sportpark sollen endlich mit dem heute noch abgezäunten Weddinger Brachegebiet vereinigt werden. Auf der Westseite zwischen Bernauer Straße und Gleimtunnel soll es keinesfalls die zusätzliche Wohnbebauung geben, welche in den letzten Jahren immer durch die Planungen des Bezirksamtes Mitte geisterte.
Die befürchteten Nutzungskonflikte werden so hoffentlich vermieden. Eine Gewerbenutzung konzentriert sich am unteren Rand der VIVICO-Fläche nahe der Bernauer Straße. Welche Auswirkungen sie auf den Park hat – etwa bei einer Hotelnutzung – ist vorab noch zu klären. OR-DS

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Kommentar von Andreas Otto, MdA

Stadtplanung ist nicht die Gelddruckmaschine der VIVICO

Auch 20 Jahre nach dem Mauerfall ist der gleichnamige Park auf der Grenze zwischen Wedding und Prenzlauer Berg nicht fertig gestellt. Der Ort der Begegnung zwischen Ost und West – mittlerweile international beachtet – ist immer noch ein Torso. Der Senat hat es versäumt, die Planungen für den auf insgesamt 14 ha vorgesehenen Park voranzutreiben und die Grundstücke im Wedding zu erwerben. Bis heute sind nur die 8 ha auf der Pankower Seite nutzbar.

Anhörung mit Bezirksstadtrat und VIVICO

Der Ausschuss für Stadtentwicklung des Abgeordnetenhauses hat am 7.Dezember 2009 seine Anhörung zum Thema fortgesetzt. Im November hatten dort bereits der Bürgerverein Gleimviertel und das Bezirksamt Pankow gesprochen. Heute waren Herr Bezirksstadtrat Ephraim Gothe (Mitte) und der Leiter der VIVICO-Niederlassung Berlin, Herrn Henrik Thomsen, zu Gast. Gothe stellte diverse Varianten für die Gestaltung des Mauerparkes auf der Weddinger Seite nebst Bebauungsüberlegungen für Flächen südlich und nördlich des Gleimtunnels vor. Darunter auch eine Variante, die nördlich eine starke Bebauung konzentriert, aber zu Erschließungszwecken den denkmalgeschützten Gleimtunnel ganz oder teilweise entfernen will. Die Varianten weisen eine positive Tendenz zu weniger Bebauung auf. Allerdings ist dabei die Frage des „Ob überhaupt“ leider aus dem Blick geraten.

Kleine Anfrage zum Mauerpark 16/10910   Mehr »

25.11.2009: Neuer Mauerparkentwurf stößt in Mitte auf breite Ablehnung

Gestern tagte unter Polizeischutz der Stadtentwicklungausschuss der BVV Mitte und Ephraim Gothe (SPD) stellte seine neuesten Entwürfe zur Fertigstellung des Mauerparks vor. Obwohl im zweiten Alternativentwurf. der langgezogene Hochhausriegel im südlichen Hauptteil des Parks nicht mehr enthalten ist, lehnten ihn die anwesenden BIs und viele Bezirksverordnete ab. Angesichts einer interessanten Allianz von CDU und Linkspartei wurde auch eine Beschlussfassung vertagt. Die Vivico war bereit, auf der Basis des Gothe-Entwurfs weiter zu verhandeln, drohte aber offen mit dem Rückfall in Maximalpositionen. Pankow wäre von den aktuellen Plänen direkt betroffen, weil sich bei einer stark verdichteten Bebauung nördlich des Gleimtunnels eine Verkehrsanbindung an die Kopenhagener Straße aufdrängt, was die Existenz des dortigen Kinderbauernhofs gefährden würde. Den Gordischen Knoten durchschlagen könnte möglicherweise der Vorschlag von Peter Brenn, der Vivico Ausgleichsflächen an der Heidestraße anzubieten. OR-MK

Tagesspiegel vom 26.11.2009: Kampf um jeden Meter Mauerpark

Mehr als tausend Menschen zogen am vergangenen Samstag vom Mauerpark bis zum Roten Rathaus, um dafür zu demonstrieren, dass Berlin nach zwanzig Jahren Mauerfall endlich seinen Verpflichtungen nachkommt, und den Park in seiner geplanten Größe fertig stellt. Der vom Bezirksamt Mitte aus Finanznot geplante Kompromiss, auf der Westseite des Parks einen langen Riegel hoher Townhouses zu errichten, und damit die ursprünglich vorgesehene Breite des Parks auf dem ehemaligen Mauerstreifen zu verringern, stößt auf breite Ablehnung. Viele empfinden es auch als Provokation, dass der bunte, laute und fröhliche Park zum Vorgarten von Luxuswohnungen werden soll. Buntes und lautes Treiben im Park dürfte dann abends, nachts und an Feiertagen kaum noch möglich sein, denn jeder Anwohner könnte wegen ruhestörendem Lärm die Polizei rufen und hätte damit auch das Recht auf seiner Seite.  OR-MK

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Protestfest großer Erfolg

Am Wahltag organisierte die Initiative Mauerpark fertigstellen ein großes Fest im Park. Neben Redebeiträgen zur Zukunft des ehemaligen Grenzstreifens zwischen Prenzlauer Berg und Wedding gab es Musik von diversen Bands. Auch die Karaoke-Show von Joe Hatchiban war integriert. In den kommenden Wochen muss es darum gehen, die Öffentlichkeit für einen großen Park mit wenig Nutzungskonflikten zu mobilisieren. Text: Andreas Otto. OR-DS

Aktuelle Entwicklung Mauerpark siehe: http://mauerpark-fertigstellen.de/

URL:http://gruene-pankow.de/lokales/archiv/mauerpark/archiv/