Medien-Echo: Berliner Morgenpost 

9. März 2018

Pankow

Wie Pankower Eltern um Spielplätze kämpfen

In Pankow sind 32 Anlagen teilweise oder komplett gesperrt. Eine Initiative fordert eine schnelle Sanierung.

Die Bilanz ist traurig. Von den 220 Spielplätzen im kinderreichen Bezirk Pankow sind 32 teilweise oder komplett gesperrt. Das Straßen- und Grünflächenamt hat die betroffenen Flächen auf seiner Internetseite gelistet. In 18 Fällen heißt es, das Ende der Sperrung sei nicht absehbar. Familien in Weißensee wollen etwas tun, um diesen Zustand zu ändern. Sie haben im Februar die Elterninitiative "Ja! Spielplatz!!" gegründet. Die Initiative fordert, dass die Pankower Spielplätze künftig nur für zwei Monate gesperrt sein dürfen und dass die Flächen danach wieder vollständig zugänglich sind. Die Mütter und Väter fordern auch einen Spielplatzplaner für Pankow. Er soll dafür sorgen, dass die verfügbaren Landesmittel für Spielplätze tatsächlich abgerufen werden. (...)

Im Bezirksamt ist der Stadtentwicklungsstadtrat von Pankow, Vollrad Kuhn (Grüne), für die Wartung der Spielplätze, für Reparaturen und Sanierung zuständig. Im Vergleich zu den Vorjahren habe sich die Situation "eher weiter verschlechtert", so der Stadtrat auf Anfrage der Berliner Morgenpost. Denn die Plätze werden intensiver genutzt als früher, weil immer mehr Familien nach Pankow ziehen. Ein weiterer Grund: Eine Vielzahl von Plätzen, die in den 90er-Jahren etwa in Sanierungs- oder Neubaugebieten gebaut wurden, sei "in die Jahre" gekommen, so Kuhn. "Gerade die Holzgeräte sind verschlissen und können nicht mehr repariert werden." Dies sei auch ein Ergebnis der jahrelangen Defizite in der Unterhaltung der Flächen. Es habe zu wenig Geld dafür gegeben und kaum noch Personal.

Zwischen 40 und 50 Millionen Euro sind laut Kuhn insgesamt für den Neubau, die Sanierung und die Unterhaltung von Spielplätzen in Pankow erforderlich. Für 2018 stehen ihm jedoch nur 518.000 Euro für Instandhaltung und Instandsetzung der vorhandenen Flächen zur Verfügung. Es sind immerhin zehn Prozent mehr als 2017. Die Situation sei schwieriger als in anderen Bezirken, sagt Vollrad Kuhn. Denn Pankow habe in den vergangenen Jahren hohe Einsparbeträge aus seinem Haushalt erbringen müssen. GF-TP

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